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1. Urbevölkerung, „Ligurer“;
2. Kelten: Einwanderung im 7. und 6. Jahrhundert v. Chr.;
3. Belgier: Einwanderung später;
Beide Völker: Kelten und Belgier sind typisch nordisch:blauäugig, blond, hochgewachsen;
4. Phokäer, griechische Kolonisten, seit dem 6. Jahrhundertv. Chr.;
5. Iberer, die aus Spanien im 5. Jahrhundert v. Chr. einwandem;die Aquitaner;
So war (nach Caesar) Frankreich zur Zeit der römischenEroberung (58 a. Chr.) in drei Teile geteilt: Aquitaner, Belgier,Kelten;
6. Römer (Lateiner) — ein geringer Einschlag;
7. Westgoten: 5. Jahrhundert n. Chr.: besiedelten das Landsüdlich der Garonne;
8. Burgunder: 5. Jahrhundert n. Chr.: bis 534: besiedelten Bur-gund und Franche-Comtd;
9. Franken 180 );
10. Sarazenen: 8. Jahrhundert n. Chr.;
11. Normannen: 9., 10. Jahrhundert n. Chr.;
12. Einfluß der langjährigen, englischen Herrschaft im Norden;
13. Einfluß der fremden Heere: spanische, deutsche, italienische;
14. Einfluß der spanischen Herrschaft in Flandern, Artois, Franche-Comtd, Roussillon;
15. Einwanderung in neuerer Zeit aus ökonomischen und politi-schen Gründen: 400 000 russische Flüchtlinge, Afrikaner!
Welche Bedeutung diese Häufung für die Entwicklung des Volkes undseiner Kultur gehabt hat, wird sich im einzelnen nicht feststellen lassen;es muß genügen, zu wissen, daß jede neue Völkerschaft neue Kulturgütermitbringt und somit jeder Zuwachs eine „Bereicherung“ des Volksdaseinsim Gefolge hat.
Ob dann eine und welche von den Völkerschaften und „Rassen“ die be-herrschende Stellung im Volke einnimmt, wird sich ebenfalls nie mit Sicher-heit entscheiden lassen.
So glauben manche englische Forscher an die Vorherrschaft des angel-sächsischen Einschlags, während andere ihn mit Entschiedenheit leugnen:„in no time in its past has England been an Anglo-Saxon country in theradical sense, even admitting that the Anglo- Saxons were a more or lesshybrid people 181 ).