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Vom Menschen : Versuch einer geistwissenschaftlichen Anthropologie / Werner Sombart
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255) Ernst Häckel, Freiheit der Wissenschaft und Freiheit der Lehre,1878, 85.

256) Th. Ribot-Kurella, Die Vererbung usw., Seite 282/88.

257) So vorbildlich Gerh. Pfahler, Vererbung als Schicksal, 1932, 31 ff.

258) r. Müller-Freienfels, Lebensnahe Charakterkunde, 1935, 76f, hatdieses Problem sehr fein behandelt. Gegen die Vererbbarkeit der Physiogno-mie sprechen die Untersuchungen Willy Hellpachs, der die Verschieden-heiten des Ausdrucks etwa bei verschiedenen Volksstämmen aus den Sprach-gepflogenheiten ableiten will. Siehe seinen Aufsatz: Das fränkische Gesicht,Untersuchungen zur Physiognomik der deutschen Volkslämme I. 1921 in denSitzungs-Ber. der Heidelberger Akademie d. Wiss., Mathem.-naturwiss. Kl.2. Abh. und vgl. dazu: Karl Vossler , Geist und Kultur in der Sprache,1925, 99 f.

259) Es gibt ein unübersehbares Schrifttum, das dem Problem der Ver-erbung musikalischer Begabung gewidmet ist. Aus der älterenLiteratur ist bekannt die nachgelassene Schrift von Theodor Billroth ,Wer ist musikalisch? Herausgegeben von Ed. Hanslick, 2. Aufl., 1896.

Aus der neueren Literatur nenne ich: V. Ha eck er und Th. Ziehen,Über die Erblichkeit der musikalischen Begabung. Zeitschrift für Psychologie,Abt. 1, Band 88, 89, 90, 1922; F. M j ö e n , Die Bedeutung der Tonhöhenunter-schiedsempfindlichkeit (!) für die Musikalität und ihr Verhalten bei der Ver-erbung. Hereditas. 1925 J. A. Myöen, Die Vererbung der musikalischen Be-gabung, 1934; E. Rittershaus, Die Vererbung musikalischer Eigenschaften,Archiv für Rassen- und Gesellschaftsbiologie, 29. Jahrg., 1935; F. Reinöhl, DieVererbung der geistigen Begabung, 1937.

260 ) So hat eine gewissenhaft durchgeführte Enquete über die Begabung vonEltern und ihren Kindern, über die Friedrich Reinöhl, a. a. 0., Seite 106 f,berichtet, den schlüssigen Beweis für die Unrichtigkeit der Marotte Schopen-hauers erbracht, daß die Mutter mehr an der Intelligenz der Kinder beteiligtsei als der Vater.

261) Albert Reibmayr , Zur Entwicklungsgeschichte der indogermani-schen Rasse im Archiv für Rassen- und Gesellschaftsbiologie, 1910.

262) Th. Bieder, Geschichte der Germanenforschung, 3, 1925, 146/47.

263) Siehe L. Sehe mann, Gobineaus Rassenwerk, 1910, 431. Auf diesennaturalistisch-materialistischen Grundzug in der Gobineauschen Lehre hatte kurznach dem Erscheinen des Gobineauschen Werkes, als dessen Verfasser nochselber glaubte, er sei ein großer Idealist, schon Al. de Tocqueville mitsehr klugen Worten hingewiesen. Siehe den Brief vom 17.11.1853, a. a. 0.

264) Schopenhauer , Parerga 1 4 , 1878, 510.

265) über den jungen Seydlitz urteilt ein alter Bereiter wie folgt:der Pagehat einen guten Sitz... einen leichten, angeborenen Sitz. Das kann man nichtmachen, das kommt von Gott und Mutterleibe her, wie das Gefühl in der Handund unterm Hosenboden. Eckart von Naso , Roman eines Reiters, 1932,16.