Hypochondrie. — Chorca.
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Namen „unwillkürliche Mnskelbewegung" vor. Man unterschiedbis auf Ziemsseu eiue Onoreg. ruinor und eine Lkoreg. m^'oroder Ksrma-noruinz die letztere wird aber von Ziemssen als keineKrankheit sui Asneris, soudern als der Ausfluß eiuer Psychose oderder Hysterie angesehen, er ließ sich auch durch die gegenteiligenArbeiten von Franaue und Steiner nicht von seiner Meinungabbringen, wie es überhaupt Ziemssens Verdienst ist, die reineChorea von den verwandten Krankheiten scharf getrennt zu haben.In einer großen Arbeit suchte Hughes den Beweis zu liefern,daß ein großer Teil der Choreafälle mit rheumatischen Herz-erkrankuugeu zusammeuhäugt, eine Meinung die von See weiterverbreitet wurde. Noger giug sogar soweit, Rheumatismus undChorea als ein und dieselbe Krankheit zu bezeichnen, die nur unterverschiedenen Symptomen auftreten. Dem gegeuüber sah St eiuerkeinen Zusammenhang zwischen den beiden Affektionen. Nach demMaterial, das Ziemssen gesammelt hat, ist er nicht abgeneigt, denenrecht zu geben, welche eine gewisse Abhängigkeit annehmen, was sichauch durch die seltenen Sektionsbefunde bestätigt, bei denen Ogleund Pye-Smith fast regelmäßig endokarditische Auslagerungenfanden. Durch diese Endokarditis sollen dann embolische Prozesseim (ücirpus striatum und im "Ib.alg.mu5 oxtieus, sowie deren Um-gebung auftreten, welche die namentlich von den Engländern be-tonten cerebralen Erscheiuungeu zu erklären geeignet sind. Charcotspricht die Vermutung aus, daß die der Chorea zu Grunde liegendenBerändernngen in den motorischen Faserbündeln ihren Sitz hätten,welche nach vorne und seitlich von den der sensiblen Leitung vor-stehenden Fasern des Stabkranzes gelegen seien. Dagegen glaubenLegros und Ouimus, daß die Nervenzellen der Hinterhvrner oderdie Nervenfasern, welche diese mit den motorischen Zellen verbinden,der Sitz der Chorea seien. Was die Behandlung betrifft, so habendie Forschungen von Ziemssen, Frerichs und Bvuchut ergeben,daß das Chloralhydrat den Vorzug verdient. Auch die Elektrv-und Hydrotherapie hat man vielfach mit Erfolg zu Rate ge-zogen. —
Ebensolange ist die Hysterie bekannt, von der man weiß,daß sie zumeist das weibliche Geschlecht befällt, aber das männliche