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Direktion, die damals aus zwei Köpfen bestand, scheinen aberverschiedene Meinungen vorhanden gewesen zu sein, und diePläne waren immer wieder zurückgestellt worden. Als manMitte des Jahres 1887 sie von neuem zu beraten begann,konnte man zunächst auch noch zu keinem festen Entschluß kommen.Alle Berechnungen und Exposes für und wider führten zu keinemResultat. Der Entschluß war allerdings für die Gesellschaftnicht leicht, denn der Bau konnte nur aus neuen Mitteln, d. h.durch Ausgabe neuer Aktien, finanziert werden, und ein solcherEntschluß war ja nur möglich, wenn man einerRentabilitätsicher war. Aber der Wunsch, vor allem die Stellung derGesellschaft wieder zu heben, sie aus dem Hintertreffen heraus-zuholen, in dem sie ohne eine großzügige Maßnahme auf diesemGebiete hoffnungslos verbleiben mußte, siegte endlich. Diespäteren Resultate haben eigentlich beiden Parteien rechtgegeben, und sie sind wohl als typisch für diese Klasse vonFahrzeugen anzusehen. Deren Eigenart bestand darin, daßsie bei einer verhältnismäßig großen Anzahl von Kajüts-passagieren, namentlich erster Klasse, nur eine mäßige Anzahl vonZwischendecken und ein geringes (Quantum Fracht beförderten.Dabei waren die Dampfer in ihren Größenverhältnissen an diedamaligen technischen Voraussetzungen und die beschränktenFahrwasserverhältnisse gebunden. Die Entwicklung im Maschi-nenwesen ging nur Schritt für Schritt weiter, die Leistungenlangsam steigernd, und wenn man in der Geschwindigkeit nichthinter den bisherigen Ergebnissen zurückbleiben wollte, konnteman auch mit der Größe des Schiffes nur so weit gehen, daß seineFahrtleistung nicht in Frage gestellt wurde. Diese Fahrtleistung