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der 1Z. Etage des Empire Building abzuhalten. Dort traten wir amnächsten Vormittag wieder zusammen und erzielten dort Einverständnisüber die wichtigsten noch offenen Fragen. Ganz besonders wichtigfür uns war, daß es uns gelang, von den Amerikanern das Zugeständniseiner ewigen Jinsgarantie anstatt der uns von ihnen zu zahlendenDividende zu erreichen. 2n diesen und den folgenden Konferenzen undauch besonders in der Besprechung, welche wir an dem darauffolgendenTage im Hause von Mr. Morgan mit dem letzteren persönlich hatten,vertrat ich den Standpunkt, daß dieKombinationerst dan-n zur vollen Ausnutzung ihrer Erwerbs-kraft kommen könnte, wenn es uns gelänge, die Kontrolle über dieCunard- und die Holland - Amerika Linie zu ge-winnen. Zu meiner Freude stimmte Mr. Morgan mir bei und er-mächtigte mich, mit dem Vertreter der Holland-Amerika Linie, demDirektor van den Toorn, in seinem Auftrage zu verhandeln. Van denToorn hatte sich gemeinsam mit uns nach New Aork begeben undwohnte gleichfalls im Holland House. Ich kam noch am selben Abendmit ihm zu einer Konferenz zusammen, und in einer Reihe von Be-sprechungen, an welchen schließlich auch Wilding teilnahm, wurde einvorläufiges Abkommen abgeschlossen, welches Morgan die Gptionauf Z1°/<> der Aktien der Holland-Amerika Linieeinräumte. Mit der Cunard-Linie zu verhandeln, übernahm Morgandurch Vermittlung englischer Freunde. Abgemacht ist, daß im Falledes Erwerbs der Kontrolle über diese beiden Gesellschaften die eineHälfte an die Kombination gehen sollte, während die andere Hälfte derAktien geteilt werden soll zwischen uns und dem Llopd. Dadurch er-zielen die deutschen Linien einen weitgehenden Einfluß auf die zu-künftige Gestaltung der Dinge."
»An dem darauffolgenden Donnerstag wurden die inzwischen ge-druckten Verträge gezeichnet. DerKaiser, welchem wir in einemgemeinsamen Telegramm Kenntnis gaben von dem Abschluß der Ver-träge, antwortete in einem überaus freundlichen Telegramm an mich.