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Albert Ballin / Bernhard Huldermann
Entstehung
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Dänisch-Westindischen Ko.^eingerichtet wurde. Vier neue großeSchiffe der dänischen Gesellschaft fuhren unter Regie der Packet-fahrt, die der dänischen Gesellschaft eine jährliche Pacht zahlte,und damit nicht nur mehr Lchiffsmaterial zur Verfügung hatte,sondern auch eine Konkurrenz Wischenden beiden Gesellschaftenvermied.

Ferner erwarb die Gesellschaft von den Dänen die Mehr-heit der Aktien derRussisch-Gstasiatischen Dampf-schiffahrts-Gesellschaft", um auch mit dieser Gesellschafteine Interessengemeinschaft herzustellen. Für diese letztere An-gelegenheit hatte sich auch der Deutsche Kaiser interessiert, demAndersen bei Besuchen des Kaisers in Kopenhagen i soz und190z über die Angelegenheit Vortrag hielt. Man strebteein enges geschäftliches Zusammenarbeiten zwischen Rußland ,Deutschland und Dänemark an, auch zur Entwicklung desrussischen Handels, für den man ein wirksames Instrument inder Russisch-Gstasiatischen Gesellschaft großziehen wollte. Leiderwar diese Interessengemeinschaft für Rußland nicht von langerDauer. Die russische Bureaukratie machte Schwierigkeiten,wozu vielleicht auch beitrug, daß die Vertreter der Hamburg-Amerika Linie in Rußland nicht mit der nötigen Vorsichtoperierten. Jedenfalls war die Hamburger Gesellschaft vonihrer Beteiligung so wenig befriedigt, daß sie schon im Jahre1906 sie nach Kopenhagen zurückverkauste, und zwar mit einemerheblichen Verlust. Die westindische Gemeinschaft endete damit,daß die Packetfahrt die dänischen Dampfer endgültig übernahm.

Eine gewisse Zusammenarbeit brachte dann später noch dieAufnahme der Russisch-Gstasiatischen Gesellschaft in den trans-