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atlantischen Iwischendeckspool, und ferner hatte die Hamburg-Amerika Linie Gelegenheit, von technischen Erfahrungen derDänischen-Gstasiatischen Ko. zu profitieren. Diese Gesellschafthatte als erste in der ganzen Welt den Bau von Motor-schiffen zur Spezialität gemacht, unterstützt durch die Werftvon Burmeister L Wain in Kopenhagen, die den Dieselmotor,eine deutsche Erfindung, für den Lchiffsbetrieb ausgestaltete,und der Gstasiatischen Ko. eine Flotte von ausgezeichnetenSchiffen geliefert hat. Eines dieser Schiffe erwarb später dieHamburg-Amerika Linie zu Ltudienzwecken. Glänzend rentierthat sich diese Eigenart der dänischen Gesellschaft im Kriege,weil sie dadurch von den englischen Bunkerkohlen und allenmit deren Lieferung verbundenen Hindernissen vollständig unab-hängig war. Die Einseitigkeit der dänischen Werst, die einenbestimmten Motortyp konsequent ausbaute, hatte dieses großeResultat erzeugt, während man sich in Deutschland jahrelangin Versuchen mit den verschiedensten Typen erschöpfte. DasBessere erwies sich hier als der Feind des Guten. Erst derBau der zahlreichen Anterseebote im Kriege hat die deutscheTechnik auf diesem Gebiete gewaltig gefördert und sie dannallerdings zu großen Leistungen befähigt.
Im Jahre 1904 brach der Krieg zwischen Rußlandund Japan aus. Er wurde für die Packetfahrt von der-artiger Bedeutung, daß man ihn fast als die Quelle einerWiedergeburt bezeichnen kann. Denn er gab ihr die Möglich-keit zum Verkauf einer ganzen Reihe von Dampfern mit erheb-lichem Gewinn und gleichzeitig zu einem Kohlenlieferungs-geschäst von gewaltigem Amfange. Durch die Lchiffsankäufe
Huldrrmann, Ballin 10