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England und Deutschland zwecks gegenseitiger Erleichterungim Lchiffsbauwettbewerb. Wir können auf solche nicht hin-drängen, denn wie die Erfahrung uns gezeigt hat, würde dasschwere Mißverständnisse bervorrufen, wenn es von derjeniaenMacht, die die stärkste Flotte besitzt, einer anderen Macht
vorgeschlagen wird, die eine weniger starke Flotte hat. Aberalles, was die aufeinander folgenden britischen Regierungenüber diese Frage gesagt haben, besteht noch zu recht, und derAntrieb, die Ausgaben einzuschränken, was das relativeVerhältnis zwischen den konkurrierenden Mächten nicht ändert,ist immer noch stark und mag noch stärker werden.
Es ist aber noch mehr als dies notwendig, wenn wir dieAtmosphäre des Argwohns zerstreuen wollen, die in letzterZeit alle Verhandlungen der beiden Mächte miteinander um-gab. Wir müssen versuchen, mittelst Aufwand von Ein-bildungskraft uns in des Deutschen Schuhe zu versetzen undversuchen, den Inhalt der Vorwürfe zu verstehen, die er gegenGroßbritannien und die britische Politik erhebt. Wir könnennicht als reinen Ansinn ein Gefühl verwerfen, das durch dasganze Volk geht und das, wie jeder, der Deutschland besuchtoder deutsche Freunde hat, weiß, von klugen und ruhigenLeuten geteilt wird, die unserem Lande in allen Ehren wohl-gesinnt sind. Lassen wir die Englandhasser und die alldeutschenChauvinisten außer Betracht, und fragen wir, was jene Leutesagen! In der Hauptsache, daß Großbritannien seine See-macht benutzt, um jede Nation, die es als Wettbewerber oderRivalen empfindet, zu blockieren. Großbritannien tat es,