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sagen kann und werde dann telephonieren. Sie brachten für die großeSache «chon ß) viel Gpfcr, daß Sie auch diele abgeänderte Bitte hoffentlichfreundlich akzeptieren werden. Eiligst Ihr
Bethmann Hostweg."
Lodann einen BriefVallins anLir Ernest Cassel ,der die Situation erläutern sollte:
»Die Angelegenheit wird durch das in Ihrem offiziellen Telegrammübermittelte Verlangen recht schwierig. Tatsache ist. daß eine Vorlageeingebracht werden sollte, die weit mehr als das Doppelte forderte imVeraleich zu demjenigen, was heute noch nachgeblieben ist. Diesereduzierte Vorlage ist viel geringeren Umfangs, als Nation undParlamenterwarteten. Echt man davon noch herunter, so wird der höchst uner-wünschte Eindruck hervorgerulcn, das; man, der Verständigung mitLondon die Wege zu bereiten, solche Gpfcr habe bringen müssen. Dasmuß natürlich unter asten Umständen vermieden werden, denn in der inAusstich! genommenen Vereinbarung darf es weder Sieger nochBesiegte geben.
»Daß man diesseits an die Sache herantritt mit der größten Sympathieund dem besten Misten für den Erfolg, brauche ich nicht zu betonen,denn das haben Sie ja durch die Ausnahme, die Sie hier fanden, inder eindrucksvollsten Form selbst erfahren.
»Und nun ist es mir gelungen, von den Herren, wenn auch unterschweren Bedenken, die Ausage zu erhalten, welche dortseits angestrebtwurde, nämlich — »Man ist bereit, die Frage der beabsichtigten Flotten-vermebrung zu diskutieren, d. h. donu kicke zu diskutieren" — womitasto auch der »knir prospect" geschaffen ist für das angeregte eventuelleEntgegenkommen.
»Für notwendig halte ich es nun, daß der Delegierte, der hierherentsandt wird, von einem Marinesachmann begleitet ist. Ferner wirdder Herr sich ja darüber klar sein, daß auch er mit der größten Offenheitzu verhandeln haben wird und daß es ihm überlassen bleiben muß,