Druckschrift 
Albert Ballin / Bernhard Huldermann
Entstehung
Seite
257
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wird bewilligt, der Bau der drei Extraschiffe zu seiner Vervollständigungdagegen wird erst ISlZ in Angriff genommen und 1916 und ISIS erstje ein Schiff gefordert. Haldane war einverstanden und erklärte sichdamit befriedigt. Ich bin sehr weit entgegengekommen. Aber dies istnun das Ende! Er war sehr nett und verständig und hat meinenStandpunkt als oberster Kriegsherr sowie Tirpitz in der Novellenfragedem Reichstag gegenüber vollkommen verstanden. Ich glaube damitalles getan zu haben, was in meinen Kräften steht!!! Ich hab dasMeinige getan, Cardinal, tut Ihr das Eure!

.Cassel informieren mit Grüßen.

Ihr treuer Freundgez.: Wilhelm I. h."

Nach der Abreise Haldane's von Berlin trat in der so ver-heißungsvoll begonnenen Unterhaltung zwischen den beidenRegierungen eine längere Pause ein, in die eine unglücklicheRede von Churchill siel, die auch von der liberalen Pressein England als wenig geschickt bezeichnet wurde. Än Deutschland verstimmte besonders die eine Wendung darin, daß im Gegen-satz zu England , für das eine große Flotte eine bittere Not-wendigkeit sei, für Deutschland die Flotte mehr eineArt Luxus sei.

Über die Ursachen der Stockung geben im übrigen die nach-stehenden beiden Briefe des Kanzlers an Ballin Auskunft.

Berlin , 2.Z. 1912.

Lieber Herr Ballin!

»Privatnachrichten bestätigen, daß es der Inhalt der Novelle ist,der den Umschwung veranlaßt hat. Man fürchtet, daß dieser Inhaltdie öffentliche Meinung so ungünstig beeinflussen werde, daß diese gleich-zeitig ein .political s§reement" nicht akzeptieren werde. Manhielte jedoch an der Absicht der Verständigung fest, wenn diese nun aucherst in einem halben oder ganzen Jahre perfekt werden könne.

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