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geworden. Übrigens unterschreibe er Grey's Äußerung, daßder Besuch Haldane's aus jeden Fall Gutes getan habe, dieStimmung sei ja freundlicher geworden. Auf einzelne Takt-losigkeiten, wie die Worte Churchill's vom Luxus der deutschenFlotte, dürfe man kein Gewicht legen. Die englische Regierungmüsse aber, wenn die deutsche Vorlage komme, ihrerseits dasDreifache beantragen, und sie könne nicht mit einer solchenVorlage kommen und gleichzeitig sagen, sie habe mit Deutschland ein Abkommen gemacht. Das sei widersinnig und unmöglich.Das Argument, daß es unvernünftig sei, ein Abkommen zumachen und weiter zu rüsten, besteht in England offenbar nochin voller Kraft, und ist ja auch ein nicht zu widerlegenderEinwand des gesunden Menschenverstandes.
„Unser Freund suchte im Laufe des Gesprächs aus seinenPapieren den Brief von Haldane hervor, den er unterwegserhalten hatte. Darin sagt Haldane, die Verhandlungen mitMetternich drehten sich jetzt um die Zlottenvorlage, das englischeMarineministerium habe ein Memorandum darüber für diedeutsche Regierung gemacht. Dieser Brief, der vom 25. Februardatierte, war nicht so pessimistisch gehalten, dagegen hatte ervon Churchill , wie schon erwähnt, früher bereits einen „sehrbösen" Brief bekommen. Dabei ist ja aber Churchill jetzt derMann, von dem alles abhängt, nicht der freundliche VermittlerHaldane."
Um die Angelegenheit weiter aufzuklären und zu fördern,fuhr Ballin sogleich nach meiner Rückkehr zu einem Besuchnach Paris und London. Über seine EindrückeinParis