3. DER INTERVALUTARISCHE KURS.
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sie nicht Thiers folgt. 1 ) Einige Vertreter derselben lassen auchandere Gründe auf den „Assignatenkurs“ wirken, legen ihnenaber nur sekundäre Bedeutung bei. Man sieht nur das positiveAgio des Hartgeldes. Ein Wechselkurs in diesem Zusammen-hang scheint unbekannt zu sein. Als ob Zahlung in Papiergeldkeine Zahlung, sondern datio in solutum sei, ein Zahlen miteiner Anweisung auf Hartgeld! In Wirklichkeit geschieht dochdie Zahlung mit einem staatlichen Zahlungsmittel und ist perfekt!Die Quantitätstheorie sieht nicht ein, daß die Funktionen desPapiergeldes und des Hartgeldes begrifflich identisch sind, unddaß das Papierwährungsland ein Geldwesen und einen Wechsel-kurs hat wie ein Staat mit Metallwährung.
Für die Quantitätstheoretiker ergibt sich greifbar aus demAssignatenkurs die Richtigkeit ihrer Ansicht; denn je mehrman die Assignaten vermehrte, fiel — nach ihrer Meinung —der Kurs. Wir lehnen aber die Quantitätstheorie auch in dieserForm ab in Übereinstimmung mit den Gründen, wie sie diestaatliche Theorie des Geldes ergibt. Kann überhaupt mit jenerTheorie eine Erklärung der Entwicklung des französischen Wechselkurses gegeben werden? Sie übersieht die Beziehungendes Wechselkurses zum Geldwesen und kann daher dieSchwankungen des sogenannten Assignatenkurses (s. S. 63/64)nicht erklären. Der Assignatenkurs hätte nach den Grund-sätzen der Quantitätstheorie immer fallen müssen, weil dieAssignatenzahl immer nur vermehrt und nie vermindert wurde.
Das empfand auch ein moderner Schriftsteller, de Waha 2 );er erklärt die Schwankungen folgendermaßen:
') z. B. Hoffmann, Reflexions sur les moyens de favoriser la cir-.culation des assignats et de leur rendre leur valeur reelle S. 18/19: „Wirhaben es erlebt, wie die Assignaten im Kurse fielen im gleichen Maßewie sie sich vermehrten ; wir haben gesehen, wie das Hartgeld in gleichemVerhältnis aus dem Verkehr schwand, wie die Assignaten im Werte fielenund wie ihr Sturz das Hartgeld seltener machte. Es ist also handgreiflich,daß, wenn man die Masse der Assignalen vermindert, man ihren Werterhöbt“.
2 ) Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschafts-Geschichte. Bd. I. S. 533.