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Die Lage der Hausweber im Weilerthal / von Karl Kaerger
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DAS WEILERTHAL.

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der Gemeinden. Mit wenigen Ausnahmen (z. B. Erlenbach)entspricht derselben die Lage der Hausweber im speciellenvollständig.

1. Gereuth, Laach.

2. Thann weder, Meisengott, Diefenbach, Grube,Breitenau.

3. Triembach, Urbeis, Bassenberg, St. Moritz ,

St.- Martin.

4. Weiler, Steige, Neukirch.

5. St. Petersholz, Erlenbach, Breitenbach.

Der ganze Kanton Weiler zählt 2552 Häuser, 2939Haushaltungen und 12 880 Bewohner, und davon 923 Weber-familien mit 4400 Seelen, also 31,4 resp. 34,5 °/o.

Die Bevölkerung des Thaies ist eine deutschredendebis auf die Bewohner von Steige und der des südwestlichenWinkels in Breitenau, Grube, Laach und Urbeis, welche zurVerkehrssprache ein französisches Patois haben, der franzö-sischen Schriftsprache aber durchweg mächtig sind.

In Breitenau findet man jedoch noch viel deutschredendePersonen. DieWälschen sind im ganzen Thal verrufenwegen ihrer Unsauberkeit und ihres schlechten moralischenVerhaltens. W ; werden auf beide Punkte weiter unten zusprechen kommen.

Das Gesammtareal des Kantons beträgt 11508,21 ha.Hiervon entfallen auf

1. Ackerland . . 4140,49 ha, also 35,7 % d. Gesammtareals.

2. Wiesen . . . 1559,15 13,4

3. Weinberge . . 681,52 5,8

alle 3 Kulturflächen 6381,16 n 54,9

4. Weiden . . . 692,80 5,9 n

5. Forsten . . . 3927,39 33,9

Das gesammte Weilerthal ist also zu einem Drittel mitWald bedeckt. Das Verhältniss der Wiesen zu den Aeckernist 1 : 2^/4. Die Kultur des Weines ist im Vergleich zu an-deren Gegenden des Elsasses keine ausgedehnte, da nur einstarkes Zehntel der Gesammtfläche von Weinbergen einge-nommen wird.