Druckschrift 
Die Lage der Hausweber im Weilerthal / von Karl Kaerger
Entstehung
Seite
59
Einzelbild herunterladen
 

DIE WEBEREI IM WEILERTHAL.

59

kanten zu Unterstützungsbeiträgen aufforderten, diese hierzunicht erbötig waren.

D. DIE LAGE DER HAUSWEBEREI.

Fragen wir nach der allgemeinen Lage der WeilerthalerHausweberei, so stossen wir auf ein wahres Elend. Ueberalldie bittersten Klagen über eine seit Wochen und Monatenandauernde Beschäftigungslosigkeit.Seit Allerheiligen 2 3Stücke, von denen eines 1820 fr. eingetragen. Und umdiese zu bekommen, oft 34mal vergeblich Geld verfahren;wir haben fast nichts eingenommen. So lautete die stehendeAntwort auf meine diesbezüglichen Fragen. Die Verdienst-losigkeit im Weilerthal war aber im letzten Winter noch vielgrösser, als dies der, wenn auch noch so schlechte Gang derGeschäfte in Markirch hätte vermuthen lassen. Worin hatdas seine Ursache? Dieselbe ist in mancherlei Umständengesucht worden. So hat man behauptet, es läge in derSchmalheit der Weilerthaler Webstühle. Könnten sie brei-tere Gewebe machen, so erhielten sie auch mehr Arbeit, dadie breiteren Stoffe mehr Absatz fänden, wie die schmaleren.Ich habe diese Frage auf das eingehendste studirt. Sieschien mir dessen sehr werth zu sein, weil die Regierungsich mit dem Gedanken trug, Tausende von Mark für eineErbreiterung der Webstühle auszugeben. Ich habe zu diesemEnde vor Allem einmal die Breite sämmtliclier Webstühle,so weit sie mir zugänglich waren, gemessen, und folgendesgefunden. Yon sämmtlichen 1089 gemessenen Webstühlenhaben

9 eine Breite geringer als 99 cm.

188

W

fl

von

100-109 B

359

fl

fl

110-119

298

fl

fl

A

120129

159

»

fl

A

130139

48

fl

»

A

139-149

28

JI

»

«

über 149

Die breitesten

Stühle

sind

in Steige und Meisengott.

29 hier 21

von

einer

Breite

von 140 cm und darüber,