DIE WEBEREI IM WEILERTHAL.
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kanten zu Unterstützungsbeiträgen aufforderten, diese hierzunicht erbötig waren.
D. DIE LAGE DER HAUSWEBEREI.
Fragen wir nach der allgemeinen Lage der WeilerthalerHausweberei, so stossen wir auf ein wahres Elend. Ueberalldie bittersten Klagen über eine seit Wochen und Monatenandauernde Beschäftigungslosigkeit. „Seit Allerheiligen 2 — 3Stücke, von denen eines 18—20 fr. eingetragen. Und umdiese zu bekommen, oft 3 —4mal vergeblich Geld verfahren;wir haben fast nichts eingenommen.“ So lautete die stehendeAntwort auf meine diesbezüglichen Fragen. Die Verdienst-losigkeit im Weilerthal war aber im letzten Winter noch vielgrösser, als dies der, wenn auch noch so schlechte Gang derGeschäfte in Markirch hätte vermuthen lassen. Worin hatdas seine Ursache? Dieselbe ist in mancherlei Umständengesucht worden. So hat man behauptet, es läge in derSchmalheit der Weilerthaler Webstühle. Könnten sie brei-tere Gewebe machen, so erhielten sie auch mehr Arbeit, dadie breiteren Stoffe mehr Absatz fänden, wie die schmaleren.Ich habe diese Frage auf das eingehendste studirt. Sieschien mir dessen sehr werth zu sein, weil die Regierungsich mit dem Gedanken trug, Tausende von Mark für eineErbreiterung der Webstühle auszugeben. Ich habe zu diesemEnde vor Allem einmal die Breite sämmtliclier Webstühle,so weit sie mir zugänglich waren, gemessen, und folgendesgefunden. Yon sämmtlichen 1089 gemessenen Webstühlenhaben
9 eine Breite geringer als 99 cm.
188
W
fl
von
100-109 B
359
fl
fl
110-119 „
298
fl
fl
A
120—129 „
159
»
fl
A
130—139 „
48
fl
»
A
139-149 „
28
JI
»
«
über 149 „
Die breitesten
Stühle
sind
in Steige und Meisengott.
29 hier 21
von
einer
Breite
von 140 cm und darüber,