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Die Lage der Hausweber im Weilerthal / von Karl Kaerger
Entstehung
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KAPITEL V.

werden die in Fässer gestampften Trauben, und zwar dietesten wie die flüssigen Bestandteile untereinander gemengt,genannt. Auf eine Ohm (50 1) Flüssigkeit werden hierbei8 1 Traubenreste gerechnet.

Diese Art der Yerwerthung des Weins ist die belieb-teste, weil sie am bequemsten ist, die wenigste Arbeit er-fordert und am schnellsten nach der Ernte Geld einbringt.

Nichtsdestoweniger werden der Vorliebe des Weiler-thalers zur Eigenwirthschaft entsprechend, die Trauben auchhäufig vom Eigenthümer selbst gekeltert, um als Most oderfertiger Wein verkauft zu werden.

Wie verbreitet diese Art der Yerwerthung ist, zeigt dieMenge der Keltern , welche in den weinbautreibenden Ge-meinden vorhanden sind.

Es befinden

sich

Keltei

n in

St. Fetersholz .

30

bei einer Weinbaufläche von

91,00

ia

Erlenbach. . .

22

15

55

55

55

98,40

55

Triembach. . .

20

55

55

55

55

68,57

55

Breitenbach . .

13

r

55

55

55

70,00

55

Meisengott . .

12

55

55

55

55

60,50

55

St. Moritz . . .

12

55

55

55

55

30,85

55

St. Martin. . .

8

55

55

55

55

48,81

55

Neukirch . . .

6

55

55

55

55

41,38

5)

Diefenbach . .

6

55

55

55

55

7,78

55

Gereuth . . .

6

55

55

55

55

24,49

55

Thannweiler . .

5

55

55

55

55

10,53

55

Bassenberg . .

4

55

55

55

55

31,61

55

Breiten au . . .

4

55

55

55

55

0,12

55

Steige ....

4

55

55

55

55

32,52

55

Laacli ....

2

55

55

55

55

0,00

yy

Grube ....

1

55

55

55

55

0,00

55

Urbeis ....

0

55

55

55

tt

0,21

55

Die Keltern

lassen die

Leute

meist im

Thal

von Zim

merleuten anfertigen. Früher waren solche von Eichenholzfast allgemein im Gebrauch.

Wer nicht eineTrotte in Eigenthum hat, geht zum