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Die Lage der Hausweber im Weilerthal / von Karl Kaerger
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LANDWIRTSCHAFT UND VIEHZUCHT.

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in Gereuth eine Familie, deren ältere Mitglieder sämmtlichsich mit diesem Einsammeln beschäftigen, und die den Salatdann in Markirch in den Häusern verkaufen. Sie erhaltenfür einen Korb Salat die recht hübsche Summe von 1 Mk.bis 1,20 Mk. Wahrscheinlich finden sich dort entwederdiese Salatarten nicht, oder keine Leute, welche sich dieZeit zum Einsammeln nehmen.

Am Schlüsse dieses Kapitels möchte ich noch einigekurze Angaben über die Pachtpreise und die landwirt-schaftlichen Lohnverhältnisse machen. Was die ersteren be-trifft, so kann ich bei der schon gerügten Unkenntniss derLeute über die Grösse der von ihnen bebauten Flächen, nurfür die annähernde Richtigkeit der folgenden Angaben ein-stehen.

Es wurden mir in den verschiedenen Gemeinden folgendeauf den Ar ausgerechnete Pachtpreise genannt; wobei zubemerken, dass ich einen Unterschied zwischen denen fürWiesen und denen für Aecker sonderbarer Weise nicht an-getroffen habe.

pro Ar

Laach .... 4,80 Mk.zweimal 8

2,65

1,60

Diefenbach . . 4

zweimal 3

2

Weiler ... 4

St. Petersholz . 2,80

St. Moritz . . 2,50

Steige .... 2,40

2

In den übrigen Gemeinden halten sich die Preise zwischen1 und 2 Mk. Dass die Pachtpreise in Weiler so hoch sind,ist durch den Stadtcharakter dieses Orts und durch den Um-stand, dass in der dortigen Gemarkung nur 20,9 Ar Kultur-land auf den Kopf der Bevölkerung entfallen hinreichend