SONSTIGE GEWERBE.
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und 4 Wirtlien, Gereuth mit 4 Krämern und 2 Wirthenund Meisengott mit 4 Krämern und 4 Wirthschaften.
Müller existiren 9 im Thal, von denen 5 zugleichApparate zum Oclmahlen haben. Ueber ihre Thätigkeit undihre Einnahmen ist bereits oben näher berichtet worden.
Mit dom Weinbau in engem Zusammenhang steht dasGewerbe der Böttcher (Küfer). Solche sind nur in den Ge-meinden Breitenbach (5), Meisengott (3), Erlenbach, Triein-bach (2), Bassenberg, Grube und St. Martin (1). Ihre Ar-beit ist erstens die Anfertigung von Fässern und zweitensdie Umladung des Weines. Bei diesem Geschäft haben sieden Wein aus den Fässern des Weinbesitzers in die desKäufers zu füllen. Das Hinauftragen des letzteren aus demKeller auf den Fulirwagen wird entweder auch von ihnen,in den Gemeinden Breitenbach, Erlenbach, St. Martin, Triem-bach, Thannweiler von 2 Weinladern besorgt, die wegen derGefahr der leichten Entwendung des Weins von der Ge-meinde angestellt werden. Jede zwei bis drei Jahre wähltder Gemeinderath zwei ehrliche Leute zu diesem Amt. Küferund Weinlader erhalten zusammen 2 — 3 Sou vom OhmWein, den sie geladen haben.
Für die Weberei ist von Wichtigkeit das Handwerkder Schreiner, denen der Bau der Webstülile obliegt.Fast jedes Dorf zählt einen oder mehrere derselben. Imganzen Thal sind es 33. Die Schreiner haben ferner ausserden gewöhnlichen zum Handwerk gehörigen auch die Glaser-arbeiten und die Anfertigung von Matrazen zu besorgen.Ein anderes für die Weberei arbeitendes Handwerk ist dieDrechslerei, da ihr hauptsächlich auch die Herstellung derSpulräder und Spindeln obliegt. Gleichwohl sind nicht vieleDrechsler im Thal; nur in Breitenbach und Steige findensich je zwei, in Meisengott und Triembach je einer.
Yon Vertretern der Bekleidungsgewerbe finden sich 23Schneider, 52 Näherinnen und 26 Schuster. Yon den Nähe-rinnen haben nicht wenige eine Nähmaschine, die sie ent-weder in Strassburg oder von durchreisenden Vertretern vonGeschäften, durchschnittlich für den Breis von 100 fr. ge-