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Die Regulierung der Elbschiffahrt 1819 - 1821 / von Martin Kriele
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III. ABSCHNITT

luiigen. Das Bild des wirtschaftlichen Deutschlands hat sicheben seit jener Zeit von Grund aus anders gestaltet. Dieszeigt sich besonders in der Änderung, welche in den In-teressengegensätzen bei Fluss- und Kanalschiffahrtsfrageneingetreten ist. Noch vor 75 Jahren kämpften in ersterReihe die fiskalischen Bedürfnisse der beteiligten Staaten,heute kommt es vor allem auf den Ausgleich der Interessen-gegensätze zwischen Landwirtschaft und Industrie an, wiesie seit der Mitte der siebziger Jahre, dem Umschwung inder Wirtschaftspolitik des Fürsten Bismarck, bestehen.

Die in den letzten Jahren aufgetauchten Projekte, einenFluss schiffbar zu machen oder einen Kanal zu bauen, sindsehr zahlreich, und zwar in allen Teilen des deutschenReiches. Unter den vielen ernsthaft erwogenen Projekten,welche noch einer Ausführung harren, sind für uns an dieserStelle von Interesse: der Elbe-Travekanal 2J5 ) und Leipzig als Elbeschiffahrtshafen. 206 ) Das erste Projekt soll Mittel-deutschland in directe Wasserverbindung mit den nordischenLändern setzen und das zweite das Handelszentrum desinneren Deutschlands mit Hamburg . Diese beiden Mass-regeln werden wohl der Elbeschiffahrt eine arbeitsreicheZukunft sichern.