Einleitung.
ihres bestimmten Begriffs, und es werden so mancheFehler aus gewissen Gründen vermieden, die sich sonsteinschleichen, wenn man die Wissenschaft noch nicht vonden mit ihr verwandten Wissenschaften unterscheiden kann.
Ehe wir indessen eine Definition von Philosophiezu geben versuchen, müssen wir zuvor den Characterder verschiedenen Erkenntnisse selbst untersuchen, und,da philosophische Erkenntnisi. zu den Vernunfterkennt,nissen gehören, insbesondre erklaren, was unter diesenletztern zu verstehen sey.
Vernunftcrkenntnisse werden den historischenErkenntnissen entgegen gesetzt. Jene sind Erkenntnisseaus Principien (ex xrincixii5); diese, Erkennt»nisse aus Daten (ex ^ris). — Eine Erkenntnißkann aber aus der Vernunft entstanden und demohn.geachtet historisch seyn; wie wenn z. B. ein bloßerLitterator dit Producre fremder Vernunft lernt: so istsein Erkenntniß von dergleichen Vernunftproducten bloshistorisch.
Man kann nemlich Erkenntnisse unterscheiden
1) nach ihrem objectiven Ursprünge, d. i.uach den Quellen, woraus eine Erkenntniß allein mög-lich ist. In dieser Rücksicht sind alle Erkenntnisse ent«w/der rational oder empirisch,-
2) nach ihrem subjektiven Ursprünge, d. i.nach der Art, wie eine Erkenntniß von den Menschenkann erworben werden. Aus diesem letztern Gesichts.
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