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Immanuel Kants Logik : ein Handbuch zu Vorlesungen / [Hrsg.: Gottlob Benjamin Jäsche]
Entstehung
Seite
36
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z6 Einleitung.

Nachfolgern. Dazu hatte ihnen ihr Lehrer Platoselbst Anlaß gegeben, indem er viele seiner Lehrendialogisch vortrug, so daß Grunde xio und conn-zangeführt wurden, ohne daß er selbst darüber ent-schied , ob er gleich sonst sehr d o g m a t i sch war.

Fangt man die Cpoke des Skepticismus mit demPyrrho an, so bekommt man eine ganze Schule vonSkeptikern, die sich iu ihrer Denkart und Methodedes Philosophierens von den Dogmatikern wesent-lich unterschieden, indem sie es zur ersten Maxime allesphilosophierenden Vernunftgcbrauchs machten: auchselbst bey dem größten Scheine der Wahr-heit sein Urtheil zurückzuhalten; und dasPrincip aufstellten: die Philosophie besteheim Gleichgewichte des Urtheilens, undlehre uns, den falschen Schein aufzud ek-len. Von diesen Skeptikern ist uns aber weiternichts übrig geblieben, als die beyden Werke des Ser-tus Empirikus, worinn er alle Zweifel zusammenge-brachthat.

Als in der Folge die Philosophie von den Erie-chcn zu den Nomern übcrgieng, hat sie sich nicht erwei-tert; denn die Romer blieben immer nur Schüler.

Cicero war. in der spekulativen Philosophie einSchüler des Plato , in der Moral ein Stoiker. ZurStoischen Sekte gehörten Epictet, Antoniudec

Philo-