Einleitung.
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ist es gut, sich einen Ucberschlag zn machen, in wieweit ei» Erkenntniß mit unsern Zwecken und Fähigkeitenzusammenstimme. Diese Ueberlegung betrifft die Be-stimmung des Horizonts unsrer Erkenntnisse, unterwelchem die -Angemessenheit der Große dergesammten Erkenntnisse mit den Fähig-keiten und Zwecken des Subjects zu ver«stehen ist.
Der Horizont laßt sich bestimmen
1) logisch, nach dem Vermögen oder den Erkennt»nißkraften in Beziehung auf das Interesse desVerstandes. Hier haben wir zu beurtheilen: wieweitwir in unsern Erkenntnissen kommen können, wie weit wirdarinn gehen müssen und in wie fern gewisse Erkennt«nisse in logischer Absicht als Mitte! zu diesen oder jenenHaupterkenntnissen, als unsern Zwecken, dienen;
2) ästhetisch, nach Geschmack in Be-zichung auf das Interesse des Gefühls. — Der sei«nen Horizont ästhetisch bestimmt, sucht die Wissenschaftnach dem Geschmacke des Publikums einzurichten, d. h.sie populär zu machen, oder überhaupt nur solcheErkenntnisse sich zu erwerben, die sich allgemein mit-
. theilen lassen und an denen auch die Klasse der Nichtge-lehrten Gefallen und Interesse findet;
z) practisch, nach dem Nutzen in Beziehung«nf das Int e.r esse des Willens. Der practischeHorizont, so fern er bcsiinunt wird nach dem Einflüsse,
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