Einleitung. ' . 6?
Diese Vollkommenheit der Erkenntniß, wodurchsich dieselbe zu einer leichten und allgemeinen Mitthei-lung qualificirt, konnte man auch die äußere Ex.tension oder die extensive Große eines Erkenntnissesnennen, so fern es äußerlich unter viele Menschenausgebreitet ist.
Da es so viele und mannigfaltige Erkenntnissegiebt: so wird man wohl thun, sich einen Plan zumachen, nach welchem man die Wissenschaften so ord-net, wje sie am besten zu seinen Zwecken zusammen stim-men und zu Beförderung derselben beytragen. AlleErkenntnisse stehen unter einander in einer gewissen na-türlichen Verknüpfung. Sicht man nun bey dem Bc-streben nach Erweiterung der Erkenntnisse nicht auf die-sen ihren Zusammenhang: so wird aus allem Vielwis.scn doch weiter nichts als bloße Rhapsodic. Machtman sich aber eine Hauptwissenschaft zum Zweck undbetrachtet alle andern Erkenntnisse nur als Mittet, umzu derselben zu gelangen: so bringt.man in sein Wisseneinen gewissen systematischen Character. — Und umnach einem solchen wohlgeordneten und zweckmäßigenPlane bey Erweiterung seiner Erkenntnisse zu Werke zugehen, muß man also jenen Zusammenhang dec Er-kenntnisse unter einander kennen zu lernen suchen. Da-zu giebt die Architektonik der Wissenschaften An-leitung, die ein System nach Ideen ist, in wel-chem die Wissenschaften in Ansehung ihrer
Es Ver-