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Immanuel Kants Logik : ein Handbuch zu Vorlesungen / [Hrsg.: Gottlob Benjamin Jäsche]
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75
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Einleitung. 75

und indirekt nur so schließen: Ware die Crde platt, somüßte der Polarstern immer gleich hoch seyn,- nun istdieses aber nicht der Fall, folglich ist sie nicht platt.

Bey der andern, der positiven uud d i recrenSchlußart (mc,än8 xonenz) tritt die Schwierigkeit ein,daß sich die Allheit der Folgen nicht apodiktisch erkennenläßt, und daß man daher durch die gedachte Schlußartnur zu einer wahrscheinlichen und hypothetisch«wahren Erkenntniß (Hypothesen) geführt wird,'nach- der Voraussetzung: daß da, wo viele Folgen wahrfind, die übrigen alle auch wahr seyn mögen.

Wir werden also hier drey Grundsatze , als allge-meine bloß formale oder logische Criterien der Wahr-heit aufstellen können; diese sind

z) der Satz dcsWiderspruchsund derIden-

tität (xrincipiuni contrscÜLlioniz UNd iäeiuirslis),

durch welchen die innere Möglichkeit eines Er-kenntnisses für problematische Urtheile be-stimmt ist;

2) der Satz des zureichenden Grundes

(viinci^iüm imioniz kukkcientis) ^ auf welchem die

(logische) Wirklichkeit einerErkenntniß beruhtdaß sie gegründet sey, als Stoss zu assertori-schen Urtheilen;

z) der Satz des ausschließenden dritten(xi'incixinm exclnli ineäii inrsr äuo contt'säictvris),

wo»