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Einleitung.
so müßte die Folge auch wahr seyn, weil die Folgedurch den Grund bestimmt wir'v. —
Man kann aber nicht umgekehrt schließen: wennkeine falsche Folge aus einem Erkenntnisse fließt, so istes wahr; denn man kann auS einem falschen Grundewahre Folgen ziehen.
s) Wenn alle Folgen eines Erkenntnisseswahr sind: so ist das Erkenntniß auchwahr. Denn Ware nur etwas Falsches im Er-kenntnisse, so müßte auch eine falsche Folge stattfind>en.
Aus dcrFolge laßt sich also zwar auf einen Grundschließen > aber ohne diesen Grund bestimmen zu kön-nen- Nur aus dem Inbegriffe aller Folgen allein kannman aufeincn bestimmtenGrund schließen, daßdieser der wahre sey.
Die erstere Schlußart, nach welcher die Folge«ur ein negativ und indirekt zureichendes Crite»rium der Wahrheit eines Erkenntnisses seyn kann, heißtin der Logik die apogogische (mo^us rollens).
Dieses Verfahren, wovon in der Geometrie hau»fig Gebrauch gemacht wird, hat den Vortheil, daß ichaus einem Erkenntnisse nur Eine falsche Folge herleite»darf, um seine Falschheit zu beweisen. Um z. B. dar«Mhun, daß die Erde nicht platt sey, darf ich, ohnepositive und direkte Gründe vorzubringen, apogogifch
und
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