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Immanuel Kants Logik : ein Handbuch zu Vorlesungen / [Hrsg.: Gottlob Benjamin Jäsche]
Entstehung
Seite
91
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Einleitung.

als Bestimmungsgründcn, abhangt. Wollen wiez. B. das logische Wesen des Körpers bestimmen: sohaben wir gar nicht nothig die Data hierzu in der Na-tur aufzusuchen; wir dürfen unsre Reflexion nurauf die Merkmale richten, die als wesentliche Stücke(conüiniiiva, rsrione5) den Grundbegriff desselben ur-sprünglich consiituiren. Denn das logische Wesen istja selbst nichts anders, als der erste Grundbe-griff aller nothwendigen Merkmale eines

Dinges (M'e coucexrus).

Die erste Stufe der Vollkommenheit unsers. Cr«kcnntnisses der Qualität nach, ist also die Klarheit des-selben. Eine zweyte Stufe, oder ein höherer Gradder Klarheit, ist die Deutlichkcit. Diese besteht inder Klarhcit der Merkmale.

Wir müssen hier zuvorderst die logische Deut-lichkeit überhaupt von der ästhetischen unterscheiden.Die logische beruht auf der objectiven, die ästhetischeauf der subjektiven Klarheit der Merkmale. Jene isteine Klarheit durch Begriffe, diese eine Klarheitdurch Anschauun g. Die letztere Art der Deutlich-keit besteht also in einer bloßen Lebhaftigkeit undVerständlichkeit, d. h. in einer bloßen Klarheitdurch Beyspiele in concrero (denn verstandlich kann vi>e»les seyn, was doch nicht deutlich ist, und umgekehrtkann Vieles deutlich seyn, was doch schwer zu verstehen

ist,