Einleitung. iz5
2) die Grünbezu m 0 glichenImperativen undwerden in so ferne den spekulativev Erkenntnis-sen entgegen gesetzt.
Unter Imperativ überhaupt ist jeder Satz zu,verstehen, der eine mögliche, freye Handlung aussagt,wodurch ein gewisser Zweck wirklich gemacht werden soll.>— Eine jede Erkenntniß also, die Imperativen enthalt,istpractisch, und zwar im Gegensatze des th e 0 reti-sehen Erkenntnisses, practisch zu nennen. Denn thco-rctische Erkenntnisse sind solche, die da aussagen: nicht,was seyn soll, sondern was ist; also kein Han-deln, sondern ein Seyn zu ihrem Object haben.
Setzen wir dagegen praktische Erkenntnisse denspckulativen entgegen: so können sie auch the 0 re«t i sch seyn, wofern aus ihnen nur Imperati-ven können abgeleiret werdcn. Sie sind als-dann, in dieser Rücksicht betrachtet, dem Geh alte nach(in xmenlis) oder objectiv practisch. — Unter spe-kulativen Erkenntnissen nemlich verstehen wir solche, ausdenen keine Regeln des Verhaltens können hergeleitetwerden, oder die keine Gründe zu möglichen Imperativenenthalten. Solcher blos spekulative« Satze giebt esz. B. in der Thc 0 l 0 gie in Menge. — Dergleichenspekulative Erkenntnisse sind also immer theoretisch:aber nicht umgekehrt ist jede theoretische Erkenntnißspekulativ; sie kann in einer andern Rücksicht betrach-tet, auch zugleich practisch seyn.
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Alles