^74 Allgemeine Elementarlehre.!
§- Z7.
Tautologlsche Satze.
Die Identität der Begriffe in analytischen Ur-theilen kann entweder eine ausdrückliche (expüci-ta) oder eine nicht - ausdrückliche (implicitü)seyn. — Im erster» Falle sind die analytischenSäße tautologisch.
Anmerk. i. Tautologlsche Sätze sind virtualirsr leeroder Folge leer; denn sie sind ohne Nutzen undGebrauch. Dergleichen ist z. B. der tautologlscheSatz: der Mensch ist Mensch. Denn wennich vom Menschen nichts weiter zu sagen weiß, alsdaß er ein Mensch ist: so weiß ich gar weiter nichts
. von ihm.
Imxticire identische Satze sind dagegen nicht Folge«oder Fruchtlccr; denn sie machen das Prädikat, wel-ches im Begriffe des Subjects unentwickelt (imxli-c!re) lag, durch Entwickelung (explic^-rio) klar.
2. Folgclcere Satze müssen von Sinnleeren unter-schieden werden, vie darum leer an Verstand sind,weil sie die Bestimmung sogenannter verborgenerEigenschaften (huntitscez occulcse) betreffen.
5. Z8. . ,Postulat und Problein.
Ein Postulat ist ein vractischer unmittelbargewisser Saß oder ein Grundsatz, der eine mögliche
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