Ausgabe 
(2.1.1822) 2 Augsburgische Ordinari Postzeitung
Entstehung
 
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Barometerſtand war 25 Zoll 9 1ſ10 Lin.; folglich ſtand am verfloſſenen 25. Dez. derBarometer noch um 3 Lin. tiefer, welcher tiefe Stand in unſerer Gegend ganz ohneBeyſpiel iſt. Die groͤßte Kaͤlte in dieſem Monat war am 18. Fruͤh um Uhr 7 Min.von 5 4ſ10 Grad unter dem Gefrierpunkt am noͤrdlichen Thermometer nach Reau-mur, und die groͤßte Waͤrme am 7. Mittags um 2 3ſ4 Uhr von 18 1ſ10 Grad amſuͤdlichen Thermometer; mithin betrug die groͤßte Veraͤnderung der Temperatur23 5f10 Grad. Obwohl der 7. der waͤrmſte Tag in dieſem Monat war, ſo betrugdamals die Trockenheit der Luft am Sauſſur⸗ Hygrometer nur 26 3f10 Grad,, dahingegen am 28. Dez. Mittags um 3 Uhr die Trockenheit um 14 3ſ10 Grad mehrzunahm, wo das ſuͤdliche Thermometer 15 1ſ10 Grad Waͤrme anzeigte. Die uͤbri-gen merkwuͤrdigen Natur⸗Erſcheinungen vom Inn⸗ und Auslande ſowohl vondieſem als dem verfloſſenen Jahre, werden mit allen meteoriſch⸗, meteorologiſch⸗und aſtronomiſchen Beobachtungen in den Jahrbuͤchern 1820 und ​1821 von die-ſem Beobachter ſobald moͤglich dem Drucke uͤbergeben werden, wofuͤr, des ver-mehrten Innhalts ungeachtet, der bisherige Subſcriptionspreis von 3 fl. zokr39 kr. bleibt.Auf dem ausgebrannten Aſchenhuͤgel des nun eingeſunkenen Jahres, nahe derStunde, wo das neue Jahr ſeinen kommenden Tagen und Schickſalen, die es denVoͤlkern, wie den einzelnen Sterblichen zutheilt, ſeine Pforten oͤffnet, verſam-melten ſich, wie in den uͤbrigen Tempeln Augsburgs, ſo auch in der Kirche zuSt. Anna mehrere 100 Andaͤchtige, in welcher der geiſtberedte Pfarrer, Herr Geu-der, ein ſchoͤnes, erhebendes Dankgebeth, ſo eingekleidet, als wenn es aus demHerzen jedes einzelnen Anweſenden draͤnge, abwechſelnd mit Gefaͤngen ſprach.Sehr zu wuͤnſchen iſt, daß dieſe Stunde der Andacht gerade am letzten Abend desJahres in allen chriſtlichen Kirchen der deutſchen Lande gefeyert werden moͤchteDer Unterzeichnete giebt ſich die Ehre, allen ſeinen hieſigen und auswaͤrtigenresp. Goͤnnern und Freunden hiemit oͤffentlich den aufrichtigſten Gluͤckwunſch zu ge-genwaͤrtigem Jahreswechſel zu erſtatten, und ſich ſammt Familie in fortdauerndeGewogenheit und Freundſchaft zu empfehlen. Augsburg, den I. Jan. 1822.​​Apotheker von Stahl ꝛc.Heute Fruͤh um 8 Uhr ſtarb am Schlagfluſſe unſer geliebter Vater Joſeph Ma-ria Freyherr von Zech ab Harth, Pfleger von Weſtendorf und Killnthal und Majordes k. b. Landwehrbataillons 3ter Klaſſe in Dilingen, im 64ſten Jahre ſeines Alters.Wir erfuͤllen hiedurch die traurige Pflicht, unfern ſchaͤtzbaren Anberwandten undFreunden von dieſem fuͤr uns ſo ſchmerzlichen Verluſte die ergebene Anzeige zu ma-chen; indem wir uns zugleich zur Fortſetzung Ihres geneigten freundſchaftlichen An-denkens ferner empfehlen. Dilingen, den 27. Dez. 1821.Franz Joſeph Maria Freyherr v. Zech. Juliana Eleonore Marie Frey⸗fraͤulein v. Zech: Rudolph Mar. Maria Freyberr Zech.Unterzeichnete iſt geſonnen, ihr Haus ſammt Handlungsgerechtigkeit, mit einemgeraͤumigen Hof und Hausgarten, 4 Tagwerk Aenger, nebſt einem Krautſtuͤck, zuverkaufen. Kaufsluſtige koͤnnen ſich bey mir wegen des Naͤhern erkundigen.Freyſing, den 17. Dez. 1821. Walburga Viralin, Materialiſtin.Georg Michael Schneider Buͤrſtenbindersgeſell, von Augsburg gebuͤrtig wirdvon ſeinem Vater hiermit aufgefodert, ſich entwedet nach Haufe zu begeben, oder

ſeinen gegenwaͤrtigen Aufenthaltsort anzuzeigen. Joh. Schneider Webermeiſter.

(Haus⸗Verkauf⸗Ausbot unter ſehr biligen Bedingniſſen) Ein in der Vor-ſtadt gelegenes ganz frey ſtehendes, gut gebautes Haus mit 4 Wohnungen, allemit ei ſernen Oefen verſehen, wobey ein Hof(worinn Obſtbaͤume) und Waſſer iſt,iſt taͤglich zu verkaufen, wovon auf Verlangen uur ein Paar 100 Gulden duͤrften ab- bezah lt werd en und der Kaufſchilling der Art geſtellt wird, daß der Hausbeſitzer freyiſt. Das Naͤhere Lit F. Nro. 221.

Ein Anger vor dem rothen Thor beym evangel. Gottesacker von 3 3/4 Tag-

werk iſt unter biillgen Bedingungen auf 6 Jahre zu verpachten. Das Naͤhere iſt inLit. D. Nro. 213. zu erfragen.