versichert, daß es ihm gelungen sey, daß man aber den andern Tag geglaubt habe,man befände sich auf einem Schlachtfeld.
Spanische Gränze, den 17. De;.Reisende bringen von Bayonne das Gerücht mit, daß bey dieser Stadt unverzüg-lich ein bcdeutendesTruppenkorps unterAnführung einesMarschalls sich zusammenzie-hen solle. Einige nannten als solchen den Herzog von Reggio, Andere den Herzogvon Nagusa. Briefe ausParis, von Umgebungen des Generals Gudin , der früher inBayonne kommaudirte, sollen dessen baldige Ankunft daselbst ankündigen. Es mußsich bald zeigen, welche Bewandtniß es mit diesen Sagen hat.
Kurzgefaßte Nachrichten.Jüngst erschien ein Zirkulare, welches die schlechten Zwecke der Carbonari ausein-ander setzt, damit sich künftig Niemand mehr mir Unwissenheit entschuldigen könne.Es ward in allen Hausern vertheilt, und mußte von allen Wohnparteyen jedesHauses unterschrieben werden. In einem Hause übernahm der Thürsieher dasZirkular, und unterschrieb es gleich mit dem Bemerken: „In unserm Hause habenwir nur 2 Carbonari, einen roth - und einen weißgefütterten." Carbonari heißennämlich die neumodischen Mäntel mit verschiedenem farbigen Futter. — HerrProfessor Leander van Eß hat Rechnung über die milden Gaben zur Bibelverbrei-rung abgelegt. Vom Jun. 1818 bis Dez. 1320 i.si der Teilbetrag 118,101 Flr.und mit den frühern Beyträgen 212,446 Flr. Damit sind 399,461 Exemplare desneuen Testaments, und 8749 der ganzen Bibel erkauft nnd vertheilt worden. —Rossini ist von dem Unternehmer der königl. Oper in London (dem sogenann-ten liin^s i'!ie»n'v), dem Buchhändler Ebers in Vondstreit für die nächsten Saisonmit zc>oc> Pfd. engagirt. Durch die Bemühungen von Ebers, der erst sert einemJahre dieser Unternehmung sich unterzogen, hat sich die große englische Oper zudemersten Institute dieser Art in Europa empor geschwungen.
Dienstag den 15. dieses Monats witd der Stadt - oder sogenannte Hirschgrabenvom Gdgginger Thor bis zur Baumschule beym Rothen Thor vom 1. Marz 1822 anauf 9 Jähre unter derBedingniß verpachtet, daß sclbervon dem Pachter immerrein-lich erhalten werde, dagegen ist demselben gestattet, die Ebne deS Grabens, so weites den Fes!ungswerken"unschadlich ist, zum Gemüßbau umzugraben. Pachtlied-haber belieben sich am bemeldten Tag Vormittags 11 Uhr in dem Militär - Administra-tions - Kommissariats - Zimmer in derJesuiten - Gasse dahier einzufinden. Augsburg ,> den 2. Jan. 1822. Konigl. Kommandantschaft. v. Epplen, General.
Unterzeichneter hat die Ehre, diesen Karneval! 5 Redouten zu geben; die be-stimmte Tage sind folgende: Montag den 7. Jan., Montag den 14. Jan., Montagden21. Jan., Montag den 4. Febr., Montag den 11. Febr. Das Entre für jedePerson ist 1 fl. 12 kr., Gallerie 24.tr. Der Anfang jeder Nedout ist AbeudS um y Uhr,Wozu sich einem hohen Adel und hochzuvcrehrenden Publikum bestens empfiehlt___^ I. G. Schmid, Traiteur. ^
Herrn Neuper's gegenwärtigen Anfenthalcsorte wünscht zu erfahrenPfaffenbofen an der Jlm, den Zi. Dez. 1821. ' Leopold Fnrtmair.
Joh. Wilhelin Hothum gcschworucn Kansters sel. Wittwe empfiehlt sich bev ein-tretender Karneva'szeit einem verehrungswürdigen Publikum mit ihrer schon bekann-ten, auch dieses Jahr vermehrten Masquen-Garderobe, und wird durch billige undschnelle Bedienung die Zufriedenheit des verehrten Publikums zu erhalten, sich mög-lichst bestreben. Wohnhaft Lit. C. Nro. 27z. nächst dem Srernkloster. _
Gestern gegen 4 Uhr Nachmittag wurde vom Komtoir der Abendzeitung bis zumHerrn .^ranzftlder, Buchhändler, ein im weißen Papier eingewickelter franzosischerBuchdrucker - Korrekturbogen, mit einigen verschnittenen Blattchen, verloren. Daan diesem Verlornen sehr viel gelegen ist, und doch Niemand etwas nützen kann, soersucht man den Finder freundlichst, solches znm Herrn Geiger, Buchdrucker im Ar-men-Hausgaßchen, gegen Erkenntlichkeit zu übergebe». -