s’accorder et revenir ä marquer en l’homme quatre choses: vanitö, foibtesse,inconstance, misere.” De la Sagesse. Livre I ch. II. Sein Landsmann Vauve-nargues (1715—1746) urteilt schon schärfer: “Qui considöra la vie d’un seulehonime y trouvera toute l’histoire du genre humain, que la science et l’experiencen’ont pu rendre bon.“ Paradoxes. Livre II No. LV.
Und nun hören wir unseren großen Friedrich!
“malgrö de sa raison, de tous les animauxL’homme est le plus crael, de tous le plus föroce.”
Epitre sur la mechancetö des hommes. 11. XV. 1761.
“Trotz aller philosophischen Schulen wird der Mensch die bösartigste Bestieauf der Welt bleiben. Aberglaube, Eigennutz, Rache, Verrat und Undank werdenbis ans Ende der Zeiten blutige und tragische Szenen hervorbringen; denn unsleiten gewöhnlich die Leidenschaften und sehr selten die Vernunft.” An Vol-taire 2. VII. 1759.
“Ich kenne diese zweibeinige, ungefiederte Rasse aus Erfahrung... Du mußtzugeben, daß die guten Charaktere seltener sind als die Konjunkturen der Plane-ten und die Erscheinung von Kometen.” An Heinrich 27. VII. 1761.
“... je besser ich die Welt kenne um so boshafter, blöder und verderbter er-scheint sie mir.” An D’Argens 25. IX. 1761.
“Der Mensch ist ein boshaftes Tier, das im Zaum gehalten werden muß, wennes der Gesellschaft nicht schädlich werden soll“. An Ulrike, 20. V. 1771.... “Wirsehen unsern Erdball von einer Gott weiß wie lächerlichen Rasse bevölkert.“ AnHeinrich 22. XII, 1781.
Dies ist auch die Meinung Goethes : „Die empirisch-sittliche Welt bestehtgrößtenteils nur aus bösem Willen und Neid.“ Maximen und Reflexionen. 3. Abtei-lung. „Die Welt ist eine Glocke, die einen Riß hat: sie klappert, aber klingtnicht.“ Ebenda. „Wären die Menschen en masse nicht so erbärmlich, so hättendie Philosophen nicht nötig, im Gegensatz so absurd zu sein.“ Gespräche mitKanzler v. Müller. 20. II. 1821.
„Übers NiederträchtigeNiemand sich beklage,
Denn es ist das Mächtige,
Was man dir auch sage.“
Napoleon tat in seinem Memorial bekanntlich sehr edel und menschen-freundlich. Wofür er die Menschen in Wirklichkeit gehalten hat, bezeugt seinePolitik im Ganzen, die in einzelnen Aussprüchen, wie diesem: „Le peuple est untigre quand il est demuseld“ ihren formulierten Ausdruck findet, den fast mitdenselben Worten Balzac wiederholt: „en resumö, c’est une brüte qui n’aque des instincts et des appötils, et qu’il faut maintenir sous joug de fer.“
Gobi ne au : „l’homme est l’animal möchant par excellence!“
Bismarck : „Es ist ja nichts auf dieser Erde als Heuchelei und Gaukel-spiel“. St. Petersburg 2. VII. 1859. „Die Aufgeklärten sind auch nicht tolerant.Sie verfolgen die, welche gläubig sind, zwar nicht mit Scheiterhaufen — denndas geht nicht mehr — aber mit Spott und Hohn in der Presse und im Volke,soweit es zu den Nichtgläubigen gehört, man ist darin nicht weiter als früher”.Busch (1870).