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Vom Menschen : Versuch einer geistwissenschaftlichen Anthropologie / Werner Sombart
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Der große Wandel trat erst, wie ich sagte, im 19. Jahrhundert ein. Nunwächst der zahlenmäßige Anteil der städtischen Bevölkerung an der Ge-samtbevölkerung rasch, und die einzelnen Städte werden immer größer.Hier ein paar Ziffern:

Von der Gesamtbevölkerung Europas lebten 163 ):

in Städten überhaupt.

in Städten über 50 000 Einwohner . . .

1860 Anfang d. 20. Jahrh.25,7 vH. 35,7 vH.

7,8 16,5

ebenso in Westeuropa:

in Städten überhaupt.34,1 vH. 48,0 vH.

in Städten über 50 000 Einwohner . . . 10,3 22,3

Die Wandlungen in den letzten hundert Jahren in den einzelnen Ländernverdeutlichen folgende Ziffern:

Der Anteil der städtischen Bevölkerung betrug in:

1830er Jahre 164 ) 1930er Jahre 165 )vH. vH.

Königr. Preußen . 25,8 68,9

Königr. Sachsen. 32,3 78,8

Königr. Hannover. 16,0 49,8 (Provinz)

Großherz. Sachs.-Weimar . . . 30,0 57,1 (Thür.)

Orte über 10000 Einw.r

Belgien. 24,5 45,9

Niederlande. 28,8 63,6

Frankreich. 21,0 39,6

Venetien. 32,7 50,5 (Italien)

Polen. 21,0 21,6

Schweden. 10,0 26,9

Rußland.10,0 15,9

Finnland. 5 38,3

Die Entwicklung im neuen Deutschland ersieht man an folgendenZiffern, die für das Reichsgebiet von 1933 gelten 166 ):

Von tausend Personen der Gesamtbevölkerung entfallen auf

plattes Land Städte überhaupt

Kleinstädte

Mittelstädte

Großstädte

unter 2000

über 2000

200020 OOO 20 000100 000 über 100 000

Einwohner

Einwohner

Einwohner

Einwohner

Einwohner

1871 .

. . 626

374

245

75

54

1900 .

. . 439

561

257

132

172

1910.

. . 383

617

251

138

228

1925 .

. . 354

646

243

137

266

1933.

. . 327

673

241

130

302