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erörtert worden. In der neueren Zeit mit besonderem Eifer und Glück vonKarl Jaspers in seinem Buche über die Psychologie der Weltanschauungen;1.Aufl., 1919, Seite 103—121 und Paul Häberlin in seiner AllgemeinenAesthetik, 1929. Vgl. noch L. Binswanger , Über Ideenflucht, 1933, 122.
86 ) I. G. Herder, Über den Ursprung der Sprache. Von der Kgl. Preuß.Akademie der Wiss. gekrönte Preisschrift, 1770. WW. zur Philosophie undGeschichte, Band II, 1808. In den „Ideen“ wiederholt Herder die Gedankendieser Preisschrift an verschiedenen Stellen. Vgl. auch noch desselbenFragmente über die neuere deutsche Literatur, 1768.
37 ) Jakob Grimm , Über den Ursprung der Sprache; a. a. 0.
38 ) W i 1 h e 1 m von Humboldt , Über die Verschiedenheiten des mensch-lichen Sprachbaues. Ed. Pott. 2. Aufl. 1876. 2,21. Vgl. auch die trefflichenWorte Schellings (WW. Abt. II Bd. 1, S. 32), die Ed. von Hartmann inseiner „Philosophie des Unbewußten“ (8. Aufl., 1878), Seite 254 sich zu eigenmachte. Trotz alledem hören die Versuche, den Ursprung der Sprache rational-empirisch zu erklären, nicht auf. Noch unlängst wurde er unternommen vonArnold Gehlen , Das Problem des Sprachursprungs; in Forschungen undFortschritte. XIV. Jahrgg. Nr. 26/27 (September 1938).
39 ) D. Katz, Sozialpsychologie der Vögel; in: Ergebnisse der Biologie, 1,1926, 154.
40 ) Bastian Schmid , Aus der Welt des Tieres, 1930, 126fl.
41 ) Vgl. Jak. Grimm, a. a. 0., Seite 30 f.
42 ) Vgl. auch Karl Vossler , Geist und Kultur in der Sprache, 1925.
43 ) Jak. Grimm, a. a. 0., Seite 16.
44 ) A. Schopenhauer, Welt als Wille und Vorstellung, 2 3 , 507f.
45 ) Das Sprach Wissens chaftlicheSchrifttum, auch abgesehen vonder linguistisch-philologischen Spezialliteratur ist sehr groß, trotzdem die all-gemeinen Probleme seit Herder und Humboldt eigentlich gelöst sind. Aberderen Gedanken, die ich im wesentlichen in meiner Darstellung vorgetragen habe,sind zu teilweise recht umfänglichen Werken ausgewalzt worden. Ich begnügemich damit, einige der bedeutenden neueren Erscheinungen auf dem Gebiete der„Sprachphilosophie“, wie man nicht ganz richtig diese Branche bezeichnet, hieranzugeben, von denen aus der Leser leicht den Weg zu andern Schriftenfinden wird.
Für die meisten Sprachphilosophen der heutigen Generation „grundlegend“ istErnst Cassirer , Philosophie der symbolischen Formen. 1. Teil: Die Sprache,1923. Das Buch enthält einen lehrreichen Überblick über die Geschichte der„sprachphilosophischen “ Literatur.
In der erkenntnistheoretischen Einstellung auf Cassirer fußend, mit reichemTatsachenmaterial ausgestattet ist das große Werk von Georg Weisgerber,Die Sprache im Aufbau der Gesamtkultur: erschienen in Wörter und Sachen,Band XV, 1933 und Band XVI, 1934.
Ein ebenfalls sehr umfangreiches und vielgelesenes Werk, das trotz einer Füllevortrefflicher Ausführungen im einzeln, für die generelle Problematik, die unshier interessiert, kaum in Betracht kommt, ist Fritz Mauthner , Beiträge zu