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Vom Menschen : Versuch einer geistwissenschaftlichen Anthropologie / Werner Sombart
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Typologien der Typologien sind: Otto Selz, Über die Persön-lichkeitstypen und die Methoden ihrer Bestimmung, 1924. L. Lersch, Cha-rakterologische Typologie. Im Bericht über den XII. Kongreß der Gesellschaftfür Psychologie, 1933. Gerhard Pfahler, System der Typenlehre. Grund-legung einer pädagogischen Typenlehre, 2. Aull., 1936. Über das VerhältnisdesTypus zurRasse verbreitet sich Fritz Lenz in Baur-Fischer-Lenz,Menschliche Erblehre, 1*, 1936, 757.

61 ) De 1 a Chambre, Lart de connoistre les Hommes, 1660.

62) Lorenzo Grazian, Agudeza y arte de ingenio, en que se explicantodos los modos y differencias de concetos. 1669. Dazu: Oracula manual y arte dePrudencia sacada de los aforismos que se discussen en las obras de Lorenzo Gra-cian, publicala D. Vicencio Jvan de Lastanosa etc., 1669. Gr. war der besondereFreund Schopenhauers , der ihn auch übersetzt hat.

63 ) Chr. Thomasens Weitere Erläuterung... des ohnlängst gethanen Vor-schlags wegen der neuen Wissenschaft, Anderer Menschen Gemüther kennen zulernen usw., 4. Aufl., 1711. Th. hatte in seinem Traktat:Die Wissenschaft, dasVerborgene des Hertzens anderer Menschen, auch wider ihren Willen aus der^täglichen Conversation zu erkennen ausdrücklich auf Richelieu exemplifi-ziert und die Ansicht geäußert, die Menschenkenntnis werde vor allem bei HofeGenötigt.

ß4 ) Über den Stand der psychologischen Wissenschaft unterrichten am bestendie Berichte über die Internationalen Kongresse in den verschiedenen Fachzeit-schriften, auf die ich z. T. bereits hingewiesen habe.

Eine gute Übersicht über die gesamte, sog. sozialpsychologische Lite-ratur und einiges mehr enthält der Artikel von L. L. Bernard, über SocialPsychology in der Encyclopedia of Social Science, Vol. XIV, 1934. Sehr lehrreichist die Einteilung dieser Literatur in folgendeFächer: 1. Folk, Culturaland Institutional Psychology; 2. Collective, Crowd and Mass Psychology; 3. Poli-tical Psychology; 4.Other Special Social Psychology (Religions-Moral etc. PS.);ü. Psychology of Personality; 6. Instinct and Anti-Instinct Psychology.

Daß die wissenschaftlichen Psychologen selbst ihres Lebens nicht froh sind, be-zeugt das umfangreiche Schrifttum, das sich mit derKrisis in der Psychologiebeschäftigt. Siehe die zusammenfassende Darstellung des Standes der Dinge beiKarl Bühler , Die Krisis der Psychologie, 2. Aufl., 1929.

Vgl. auch die ältere Schrift von P. J. Möbius, Die Hoffnungslosigkeit allerPsychologie, 1907, die die umfangreiche Streitliteratur der deutschen idealisti-schen, namentlich Hegelschen Philosophie gegen die empirische Psychologieabschließt.

Aus der neueren Literatur überTiefenpsychologie seien genannt: C. G. J u n g ,Die Beziehungen zwischen dem Ich und dem Unbewußten; 2. Aufl., 1935. R. W i 1 -heim und C. G. Jung, Das Geheimnis der goldenen Blüte, 1929. F. Alver-des, Tiefenpsychologie und Tierpsychologie; in den Sitzungsberichten d. Ak. d.Wiss. Wien ; Mathem.-naturwiss. Kl. Abt., I. Band, 146, 1937.

Schließlich gehört das unübersehbare Schrifttum über Psycho-Analyse auch"hierher.

® 5 ) Siehe z.B. Carl Chr. E. Schmid, Vorerinnerung zu der Übersetzung<le la Chambres: Anleitung zur Menschenkenntnis, 1794.