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VIII. Der Krieg von 1870/71
Krieges noch sehr unbedeutend,Verstärkungsarbeiten wurdenauf das schleunigste begonnen.
Die Werke von Wilhelms-haven befanden sich noch imBau und mußten befehlsmäßigauf das schnellste vollendet wer-den. Sie erhielten an Aus-rüstung 30 schwere Geschützeund auf der Landseite eineSicherung durch Schanzen mitFeldgeschützen. Die innere Jadeschützte man hinter dem Anker-platz der Flotte durch Seeminenund eine Tausperre. Kanonen-boote versahen den Vorposten-dienst im Wangerooger Fahr-wasser. Einer feindlichen Flotte,die es versuchen sollte, in dieJade einzudringen, wollte manmit dem Hauptgeschwader ge-radeswegs entgegengehen, einersolchen, die in die Elb- oder We-sermündung einzulaufen drohte,in die Flanke fallen. Vorstößegegen die feindlichen Blockade-geschwader waren gleichfalls be-absichtigt.
Auch bei Cuxhaven wurdendie begonnenen Befestigungenvervollständigt und mit 20 Ge-schützen mittelschweren Kalibersausgerüstet. Bei Grauerort ander Elbe hielt man Handels-schiffe bereit, um sie nötigen-falls in dem schmalen, gewun-denen Fahrwasser zu versenkenund so ein Eindringen unmög-lich zu machen.