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2 (1914) Im Zeitalter Kaiser Wilhelms des Siegreichen
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Die Verteidigungsmittel von Paris

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waffnet und diszipliniert waren, aber doch zur Besetzung des Hauptwallesnützlich verwendet werden konnten. An einen gewaltsamen Sturm waralso nicht zu denken. Es stellte sich die merkwürdige Erscheinung ein, daßdie Verteidiger doppelt so stark waren als die zur Belagerung heranrücken-den Streitkräfte. Nach außenhin konnten allerdings vorerst nur etwa60000 Mann, 5000 Reiter und 124 Feldbatterien verwendet werden. Wiees mit der Versorgung an Lebensmitteln stand, ist schwer genau festzu-

stellen; in Paris fühlte man sich für 6 Wochen gesichert; außerhalb rech-nete man zunächst auf einen weit schnelleren Fall.

Die Einschließung sollte ohne Verzug erfolgen, und zwar durch die Maas-armee vom rechten Ufer der Seine unterhalb Paris bis zu dem der Marne ,von der III. Armee im übrigen Umkreise. Den Truppen wurde befohlen,sich so nah wie möglich an die Werke, doch nicht in ihren Feuerbereichhinein, vorzuwagen, um die Einschließungslinie tunlichst abzukürzen. ZurVerbindung der beiden Armeen wurden die Brücken oberhalb Paris ver-mehrt. Unterhalb wurde sie durch die Kavallerie über Poissy bewirkt.