dieser Tage Kapitalist als „Habender“. Es crgiebt sich zweifel-los, dass Dasjenige, was über die Gütervorräte und beziehungsweiseüber das Kapital in der Bedeutung eines Gütervorrates zu sagenist, weder vollständig noch in der richtigen Beleuchtung liervor-gestcllt werden kann, sobald die Beschränkung auf den zur Pro-duktion zu verwendenden Teil eines Giitervorrates eine hinzutretendeNorm abgiebt. Der Gütervorrat im Allgemeinen wird, soweit ernoch nicht vorhanden ist und erlangt werden kann, erst angesam-mclt und die Nationalökonomik erforscht mit großem Interesse dieBedingungen für seine Entstehung (Institution des Eigentums, desErbrechts, gewinnreiche Produktion, Sparsamkeit in der Konsumtionu. s. w.); sie analysiert die Zustände, welche sich durch den Um-fang und die Verteilung der Güteivorräte für die Gegenwart lieraus-stellen, wie den Unterschied der Positionen gegenüber der bevor-stehenden Zukunft; es ist hier ebensowohl die Möglichkeit einerVerwendung des Gütervorrates zur Ausdehnung der Lebensgenüssewie zur Steigerung des Einkommens in Betracht zu ziehen; es trittdas Verhältnis hervor, dass ein Gütervorrat von dem Besitzer zuzeitweiliger Benutzung auch „einer fremden Hand“ — und zwar dieserfür den Zweck sowohl der Produktion wie der Genusskonsumtiou!— überlassen werden kann u. s. w.
Mit alledem hat eine korrekte Behandlung der Lehre von dem„Kapital“ im Sinne von „Produktionsmittel“ nichts zu thun. Auchden etwaigen Hinweisungen darauf, dass doch auch die in der wirt-schaftlichen Praxis real verwendeten Produktionsmittel hergestelltwerden müssen, in Jemandes Besitz sind u. dgl., muss bestimmtcntgegeugehalten werden, dass „der Gütervorrat“ ja beides um-schließt: die Produktionsmittel und die Genussmittel, und dass das,was dem Kapital als dem Produktionsmittel zum Unterschiedvon den Genussmitteln eignet, nicht Dasjenige sein kann, worinsic zusammenfallen! Das Viele und Wichtige, was über Kapitalals „Produktionsmittel“ zu erörtern ist, steht in Parallele zu denErörterungen über die Arbeit als den zweiten und über dieGrundstücke oder „die Natur“ als den dritten „Produktions-faktor“. Und alle diese Erörterungen über „stehendes und um-laufendes, fixiertes und nicht fixiertes Kapital“, über Anlage- und