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Der Mensch ist den naturgesetzlichen Bedingungen des anima-lischen Körperlebens unterworfen, Fortbestand und Wachstum seinesLeibes ist nur möglich durch Aufnahme stofflicher Gegenstände ausseiner Außenwelt, d. h. durch immer wiederholten Verbrauch von„Nahrungsmitteln“. Dem Menschen allein dagegen ist „von Natur“nicht bloß eine Begierde nach Schmucksachen, sondern auch dasaus dem Gefühl der Scham entspringende Bedürfnis nach Bekleidungmitgegeben, während diese letztere samt einer schützenden Wohnungihm wenigstens außerhalb der Landbezirke mit paradiesischem Klimaauch zur Lebenserhaltung erforderlich ist.
Nahrung, Kleidung, Wohnung! Mit diesen Worten istuns der primäre Kreis der wirtschaftlichen Bedürfnisse und derwirtschaftlichen Güter, aber auch die elementare Richtung derwirtschaftlichen Arbeit der Menschen vor Augen gestellt.Denn solcher Arbeit würde es nur dann nicht bedürfen, wenn dieäußeren Gegenstände zur Befriedigung des Lebensbedarfs der Menschendiesen kostenfrei und überschüssig wie die atmosphärische Luft zuunmittelbarem Gebrauche dargeboten wären. Wenn jedoch ein Brodgegessen, ein Kleid getragen, ein Haus bewohnt wird, da geschiehtes nicht, ohne dass Menschen vorher „im Schweiße des Angesichts“gearbeitet haben und mit mancherlei sorglichen Gedanken über dasErgebnis ihrer Mühen erfüllt waren.
Vergegenwärtigen wir uns die Gegenstände, welche heutzutageeben auch nur als Nahrungsmittel, Kleidungsmittel und als Woh-nungen in diesem oder jenem Kulturlande verwendet werden, sozeigt sich uns allerdings schon eine größte Menge unterschiedlicher
Knies, Das Geld. II. Aufl. i