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über den Wert in folgender Weise: „Adam Smith hat die Bemer-kung gemacht, dass das Wort „Wert“ zwei verschiedene Bedeu-tungen habe, indem os bald die Nützlichkeit (utility) bald dieEigenschaft einer Sache bezeichne, sich mittelst Tausch derselbenden Besitz anderer Güter leicht verschaffen zu können. Den crstcren
kann man Gebrauchswert, den anderen Tauschwert nennen.-
Diejenigen Dinge, welche Nutzen gewähren erhalten ihren Tausch-wert aus zwei Quellen: aus ihrer Seltenheit und aus der Quantitätder Arbeit, die erforderlich ist um sie zu erlangen. Es giebt Dinge,
deren Wert einzig von ihrer Seltenheit abhängt-bei weitem
der größte Teil der Güter jedoch, die man zu besitzen wünscht,werden durch Arbeit hervorgebracht“ u. s. w. An dieses Zu-sammenwerfen der Begriffe nicht bloß von Brauchbarkeit und Ge-brauchswert, sondern auch von Vertauschbarkeit oder Tauschfähig-keit und Tauschwert wird man eben auch wieder durch den obenangeführten Grund erinnert, mit welchem Schäffle und Roscherden „Kostenwert der Güter“ neben dem Gebrauchswert der wirt-schaftlichen Güter Platzrecht in der Wertlehre verschaffen wollen.„Ein unentbehrlichstes Gut wie die atmosphärische Luft“ ist über-haupt kein wirtschaftliches Gut, hat deshalb überhaupt auchkeine wirtschaftliche Brauchbarkeit, auch nicht für einen Adamoder Robinson (nicht etwa bloß keine Vertauschbarkeit!) und mankann eine, innerhalb des Kreises der wirtschaftlichen Güterzu erledigende Kontroverse über das eigentümliche Wesen desAVertes derselben unter Zusammenlegung dieser Güter und der äuße-ren aber nicht wirtschaftlichen Güter ebenso wenig erledigen, wieunter Zusammenlegung derselben und der sogenannten innerenaber jedenfalls auch nicht wirtschaftlichen Güter.
Ich habe vor längerer Zeit (Tübinger Zeitschrift 1855) das\ r erhältnis zwischen dem wirtschaftlichen Gut und dem AVerte des-selben durch die Kennzeichnung der Brauchbarkeit und einesGrades der Brauchbarkeit festzustellen gesucht und später nuranstatt des Grades der Brauchbarkeit die Bezeichnung das Maß(im Sinne des Gemessenseins) der Nutzwirkung oder derNutzleistung der wirtschaftlichen Güter als geeigneter für diegemeinte Sache vorgezogen. Die Eigenschaft der thatsächlichen und