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wiiren, platzgreifen kann. Es liegt auf der Hand, wie zahlreich undumfassend die das Komplement der Warensendungen bildenden Geld-sendungen bei nur etwas lebhafterem Verkehr sich einstellen müssen,wenn der Verkäufer auf sofortiger Auslieferung der fraglichen Geld-summe, beziehungsweise auf einer Begleichung von Geldschuldig-koitcn bestehen würde, die unmittelbar bei dem Empfang der Warenfertiggostollt werden kann. Die Zustimmung des Absenders zu einererst später erfolgenden Bezahlung der Geldsumme verändert dieseLage. Es bietet sich dem Warenempfänger Gelegenheit, auch dieetwas später oder von anderen Orten her nach dem Lande desWaren-Absenders vollzogenen Gegensendungen in Waren zu einerbegleichenden Eliminirung der Verbindlichkeiten ohne Geldtransportheranzuziehen. Ein verbreiteter Gebrauch der Substituirung eineretwas später zu zahlenden Geldsumme für eine sofort zu gebendelässt dann auch dieselbe Forderung zu einer von dem jeweiligenneuen Erwerber wiederholten Begleichung mit einer anderen Forde-rung verwenden, so dass diese „Zirkulation“ der Geldforderung inder Gestalt des Geldkreditpapieres eine ganze Reihe von Transportender fraglichen Geldsumme zu ersparen vermag. Dagegen würdenatürlich für jede Geldsumme die gleichzeitig mit einer andern zutransportieren ist, ein besonderes Geldkreditpapier erforderlich werden.Als ein Beispiel sowohl kolossalsten Werttransportes durch Geld alsauch umfassendster Verwendung des Geldkreditpapiers (der Wechsel)an Stelle der Überlieferung präsenten, baaren Geldes wird für alleZeiten die Bezahlung der neuesten Kriegkostenentschädigung vonFrankreich an Deutschland in Geltung kommen. (Vgl. beispielsweiseWolowski im Journal des Econ. December 1872, S. 453 11.)
Nach Alledem bleibt freilich unentwegt feststehend, dass dasGeld, unser Edelmetallgeld, in seiner Funktion für Wertmessungdurch nichts Andores und insbesondere auch nicht durch irgend-welche Geldkreditpapiere ersetzt worden ist und ersetzt werdenkonnte. Der für Wertmessung erforderlich bleibende Geldgebrauchsetzt dann allerdings voraus, dass im Verkehr überhaupt Geldstückeauch als Wertäquivalente für andere Wertgegenstände in Kauf undZahlung gebraucht werden, weil sonst auch die Wertvorstellungbezüglich der Geldstücke allmällig ungeläufig werden und abhanden