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Währung eventuell zu bestehen seien, so muss doch sofort dasEingeständnis beachtet werden, dass die Doppelwährung gerade weilsie in jener Weise gehandhabt wird, für das mittelst Alternierungeintretende Wertmaß Wertschwankungen zur Geltung kommen lässt,die der einfachen Währung fremd bleiben konnten! Diese Doppel-währung wird eben sowohl durch die Wertveränderung des Goldesals auch durch die des Silbers heimgesucht. Um einem im Laufelängerer Zeit bemerkbaren stärkeren Schwanken des Wertmaßes ein-facher Währung entgegenzutreton, muss ein chronisches Vibrieren indem Wertmaß der Doppelwährung hingenommen werden. So weniguns schließlich Gleichnisse eine Entscheidung bringen können, es istimmerhin belehrend, an dem von Wolowski selbst vorgewiesenen„Kompensationspendel“ (vgl. oben S. 177) eine Aufklärung über diehier obwaltende Irrung zu gewinnen. In jenem Pendel bewirkt der-selbe Gang und Stand der Temperatur notwendig einen ausgleichen-den Effekt. Dieselbe Temperatur, welche das 'eine Metallstück aus-dehnt, dehnt auch das andere Metallstück aus, und diese beidengleichzeitigen Ausdehnungen werden technisch so benutzt, dass siezugleich der Streckung und der Verkürzung des Pendels entgegen-arbeiten. Und diese eine Ausdehnung beider Metalle ist Ergebnisder einen wirkenden Ursache. AVie ganz anders verhält es sich mitder Preisbewegung der zwei edlen Metalle! Sie kann in derselbenRichtung (zur Verwohlfeilerung oder zur Verteuerung) erfolgen, aberauch in entgegengesetzter; gleich stark nach derselben Richtung hin,aber auch in sehr verschieden hohem Grade; der Gebrauch alsZahlungsmittel ist ein Bestimmgrund ihres Preises, aber die andernsind daneben wirksam!
Und welche abschreckende Aussicht eröffnet sich für das AVachs-tum der Prägungskosten für einen modernen großen Staat, wennwirklich die vorausgesetzte ausgleichende AVirkungskraft der alter-nierenden AA r ährung in Thätigkeit tritt. Frankreich hat unter cor-respondierender Anregung der AVertrelation geprägt Francs: