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Höhe des Tauschwertes für die zu Geldfunktionen ge-brauchten Edolmetallstücko zunächst einfach und nurdurch den Tauschwert für die zu anderweitigem Gebrauchdienenden Stücke bestimmt worden; und insbesondere ge-schah dies auch zur Bestimmung der allgemeinen Höhenlage desTauschwertes für die sich anschließenden Einwirkungen der Nach-frage und des Angebotes, wie sich letztere ja auch fortwährend beiuns an die allgemeine Tauschwertlage eines Gutes beispielsweise um5 Mark oder 2000 Mark herum anschließen können. Sobald da-gegen der Gebrauch von Edelmetallstücken zu Geldesdiensten mitdem „anderweitigen“ Gebrauch zu konkurrieren begann, also insbe-sondere seitdem besondere geprägte Stücke nur für Tausch- undZahlungsmitteldienste im Umlauf kamen, da brachte sich auch dieneue eigenartige Verwendung neben der bisherigen zur Geltung,und sind von da ab andauernd Gebrauchswert und Tauschwert,Nachfrage, Angebot und Produktionskosten der Edelmetalle durchihre zweifache Verwendung: zu Geldstücken und für „anderwei-tigen“ Gebrauch normiert. Die erstere hat zwar die letztere, nichtaber auch die letztere den gleichzeitigen Geldgebrauch zur Voraus-setzung. Würden wir jedoch einmal anstatt der Edelmetalle einenanderen Wertgegenstand als Geld in Gebrauch nehmen, so würdedann der soziale Gebrauchswert und Tauschwert der edlen Metalledoch auch sehr weit hin vermindert sein, weil die Verwendung alsGeldgut nicht mehr zur Verwendung als Schmucksache u. s. w.hinzukäme. Immerhin sind diese beiden Verwendungen der Edel-metalle auch sozusagen durch eine feste Brücke verbunden geblieben,auf welcher die einzelnen zu dem verschiedenen Gebrauch zugleichtauglichen oder gesondert hergerichteten Stücke hin und her wan-dern können. Fertig gestellte Münzen können als Rohstoff für In-dustriefabrikate zum Schmuck u. s. w., und letztere umgekehrt alsRohstoff für Münzen verwendet werden. Auch hat man ja schonlängst und oft wiederholt darauf verwiesen, dass die Ausdehnungund Einschränkung der Edelmetallverwendung für Schmucksachenund Ziergeräte einer Wertverminderung und einer Wertsteigerungdes Geldes in höchst willkommener Weise — zur Förderung derrelativen Wertkonstanz des Geldes — entgegen wirke, weil das Be-