fall in Belgien, die Wiederherstellung Polens , der un-beschränkte U-Bootkrieg! Halali!
Deus quos perdere vult prius dementat.
Es war, als ob wir 1859 in den Weltkrieg gegangenwären, um die italienische Einheit zu verhindern undden Deutschen Bund „am Minern" zu verteidigen, wiegewisse Politiker es damals wollten.
Ich frage jeden normalen, nicht durch den Autori-tätsglauben, durch Phrasen, Legenden und Traditionenbenebelten und belasteten Kopf, welches Interessedas deutsche Volk an der serbischen, der bulgarischenoder der rumänischen Frage hatte oder an den Dar-danellen? Doch nicht mehr als an spanischen oderportugiesischen Zuständen oder an den Säulen desHerkules!
Was ging uns eigentlich Serbien an, was Bulgarien oder Rumänien ? Wozu mußten wir unsere Finger stetsin alles hineinstecken und auch auf Kriegsgefahr hinuns in Dinge mischen, die uns völlig fern lagen?
Ich bin mir wohl bewußt, daß obige Ausführungenmir wiederum Angriffe zuziehen können, und auf denVorwurf gefaßt, ich hätte damit der deutschen Sachegeschadet! Kann man unserer Sache schaden, wennman an den Ursachen des Zusammenbruchs Kritikübt, frei von Vertuschungen und Sophismen, dieZivil- und Militärpolitikaster und andere naive Köpfeund „Halbdenker" in falschverstandenem Patriotis-mus servieren, die aber niemand überzeugen und auchnicht ein einziges abgetretenes Dorf wiederbringenoder auch nur einen Paragraphen des Versailler Frie-dens abändern können?
Die Vergangenheit ist Geschichte, und Geschichtebedeutet die Erforschung der Wahrheit und die Fest-stellung von Ursachen und Wirkungen, da kein Er-eignis ohne Zusammenhang dasteht.
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