E uer Hochwohlgeboren möchte ich zunächst ver-bindlich danken für die freundliche Zustimmung,die Sie, mit Ausnahme der von Ihnen wiedergegebenenSchlußsätze, meinen kurzen Ausführungen erteilten,die über die inneren Gegensätze in Österreich undderen Entwicklung erschienen sind. Um so mehr mußich es daher bedauern, daß wir uns über das von Ihnenso warm, und wie ich aus Ihren bisherigen Veröffent-lichungen entnehmen konnte, so glanzvoll vertreteneThema „Mitteleuropa “ nicht in Übereinstimmung be-finden.
Es war natürlich nicht meine Absicht, das ganzeGebiet der wirtschaftlichen und politischen Fragen zuberühren, die das mitteleuropäische Projekt zur Er-örterung stellt, als ich mir anzudeuten erlaubte, daßwirtschaftliche Abhängigkeit die politische nach sichzieht. Man vermeidet es doch gern, einem Freunde zusagen, daß man sich für den Stärkeren hält, man tutes höchstens dann, wenn man unfreundschaftlichen Re-gungen vorzubeugen beabsichtigt! Es wäre daher bei-nahe unzart, wenn ich sagen wollte, daß ich uns in dervon Euer Hochwohlgeboren so warm befürwortetenG. m. b. H. als den kräftigsten Genossen betrachte, demfür ein ersprießliches und einheitliches Zusammen-wirken die Führung zufallen müßte. ZwischenFührung und Abhängigkeit besteht aber bekanntlich