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1 (1927)
Entstehung
Seite
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liehe Gladstone, den er nicht mochte, hatte sich eigent-lich nicht zu beklagen.

Das Ultimatum an Serbien war die Krönung derPolitik des Berliner Kongresses, der bosnischen Krise,der Londoner Konferenz! Doch war noch Zeit zurUmkehr!

Was vor allem zu vermeiden war: der Bruch mitRußland und England , das haben wir glücklich er-reicht!

Unsere Zukunft

Heute nach zweijährigem Kampfe kann es nichtmehr zweifelhaft sein, daß wir auf einen bedingungs-losen Sieg über Russen, Franzosen, Italiener, Ru-mänen und Amerikaner nicht hoffen dürfen, mit demNiederringen unserer Feinde nicht rechnen können.Zu einem Kompromißfrieden gelangen wir aber nurauf Grundlage der Räumung der besetzten Gebiete,deren Besitz für uns überdies eine Last und Schwächeund die Gefahr neuer Kriege bedeutet. Daher sollalles vermieden werden, was diejenigen feindlichenGruppen, die für den Kompromißgedanken vielleichtnoch zu gewinnen wären, den britischen Radikalenund den russischen Reaktionären ein Einlenken er-schwert. Schon von diesem Gesichtspunkte aus istdas polnische Projekt ebenso zu verwerfen, wie jederEingriff in belgische Rechte oder die Hinrichtungbritischer Bürger, vom wahnwitzigen U-Boot-Planegar nicht zu reden.

Unsere Zukunft liegt auf dem Wasser. Richtig.Also nicht in Polen und Belgien, in Frankreich undSerbien . Das ist die Rückkehr zum Hl. RömischenReich, zu den Irrungen der Hohenstaufen und Habs-burger . Es ist die Politik des Plantagenets, nicht dieder Drake und Raleigh, Nelson und Rhodes. Drei-

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