Druckschrift 
1 (1927)
Entstehung
Seite
244
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Amtes erhebe, die trotz meiner fortwährenden War-nungen, daß der Weltkrieg bevorstehe,bei dem wiralles zu verlieren und nichts zu gewinnen haben" biszum letzten Augenblick, anscheinend beeinflußt durcheine andere Berichterstattung, an dieLokalisierungdes Konfliktes" ebenso glaubten wie auch an dieitalienischeBundestreue" für den unwahrscheinlichgehaltenen Fall eines allgemeinen Krieges. Ich führelediglich aus, daß die schroffe Haltung unserer Re-gierung in den kritischen Tagen im Auslande alsKriegswillen verstanden werden mußte und uns in derKriegsschuldfrage schwer belastet. Daß die Herrenaber den Weltkrieg nicht wollten, geht schon daraushervor, daß sie, als ihnen endlich der Ernst der Lageklar wurde, zu Verhandlungen bereit waren. Da kamdie russische Mobilmachung und unsere Kriegs-erklärung an Rußland und Frankreich . Herr vonJagow meinte, etwasGepolter" würde es schongeben. Man hielt die unzweideutige Sprache des HerrnSasonow nur fürBluff.

Mit der Bitte, dieser Zuschrift in Ihrem geschätztenBlatte Aufnahme zu gewähren

Ihr sehr ergebener

Fürst Lichnowsky.