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3. Falls das Auswärtige Amt der Ansicht war, ichlasse mich durch Grey „einwickeln“, und falls man inBerlin Grund zur Annahme hatte, Sir Edward Grey sei kein „ehrlicher, wahrheitsliebender Staatsmann“,so war es Pflicht des Reichskanzlers und desAuswärtigen Amtes, mich unter Vorlage des nötigenMaterials zu informieren und zu warnen,
4. Letzteres ist aber weder bei meinem am 29. Junierfolgten Besuch beim Reichskanzler und bei HerrnUnterstaatssekretär Zimmermann noch sonst erfolgt.Herr von Bethmann Hollweg beklagte sich lediglichüber die russischen Rüstungen und wies auf den pein-lichen Eindruck hin, den gewisse Veröffentlichungenüber englisch - russische Abmachungen hervor-riefen.
5. Ihre Behauptung, ich sei von dem BriefwechselSasonow - Benckendorff, ebenso wie dem Grey-Cambonschen unterrichtet gewesen, ist demnach un-richtig; weder der Reichskanzler, noch sonst jemandhat mir hiervon jemals Mitteilung gemacht.
6. Die Feststellung des Herrn von Jagow, auf dieSie Bezug nehmen, ich sei über die „wichtigstenDinge, soweit sie für meine Mission von Belangwaren, nicht in Unkenntnis gelassen worden", isteine Unwahrheit. Es muß ihm genau bekanntsein, daß mir gerade „wichtige Dinge“, die ich un-bedingt hätte wissen müssen und die für meine Mis-sion von größter Bedeutung waren, absichtlichvorenthalten wurden und zwar um mich (wenn mög-lich) irre zu führen und zu blamieren! Die Leitungunserer auswärtigen Politik lag damals nahezu unum-schränkt in der Hand des Herrn Wilh, von Stumm,des würdigen Nachfolgers des Herrn Fritz von Hol-stein, der von dem Gedanken geleitet, mein Nach-folger in London zu werden, meine dortige Tätigkeit
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