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genheit bot und daher eine starke Auswanderung hatte. Siehat erst in den 90er Jahren aufgehört, als das Wachstumder Industrie alle verfügbaren Arbeitskräfte beanspruchte undan ihre Stelle dann die große Auswanderung aus Südeuropa ,Gsterreich-Angarn und den slawischen Gebieten trat. Indeswaren die Anfänge der Auswanderung aus diesen Distriktenauch in den 70er und 80er Jahren bereits spürbar, und siebildeten die Grundlage des Geschäftes der Hamburger Aus-wanderer-Expedienten, während die Grundlage des Geschäftesder deutschen Dampferlinien die deutsche Auswanderung war.Zür diese besaßen die Linien oder ihre Agenten die behördlichvorgeschriebene Konzession für den Betrieb des Auswanderer-geschäftes, die Expedienten besaßen sie nicht oder doch nurfür einzelne Bundesstaaten oder Provinzen, wie z. B. MorrisL Co. für Schleswig-Holstein und Mecklenburg . Diese warendeshalb darauf angewiesen, vorzugsweise in den außerdeutschenGebieten sich zu betätigen. And da die deutschen Linien, um dasGeschäft der Expedienten niederzuhalten, sich weigerten, ihnenPassagiere abzunehmen, waren diese gezwungen, mit auslän-dischen Dampferlinien zu arbeiten. Sie besorgten für ihreAnteragenten die Plätze, die diese für ihre Kundschaft brauchten,belegten sie wohl auch auf eigene Rechnung und stellten sieden Agenten zur Verfügung. Sie waren der Vermittlerzwischen Reeder und Auswanderer, um den die Reederei sichselber erst kümmerte, wenn er an Bord war. Darum war dieAufgabe der Hamburger Expedienten auch die Anterbringungder Auswanderer in Hamburg und die Weiterbeförderungnach England . Eine Reihe von Gastwirtschaften in der Mhe