im ganzen, hoben ihren Ruf, und verbesserten rückwirkendauch die Besetzung der älteren, langsameren Schiffe.
Rückschauend kann man also feststellen, daß, während rechne-risch der Bau der Schnelldampfer zweifellos kein gewinnbringen-des Geschäft war, er sich endgültig doch auch finanziell rentierthat infolge des beim Verkauf gegenüber dem Buchwert erzieltenGewinnes. Im übrigen mußte er als das einzige Mittel er-scheinen, die Packetfahrt wieder zu einem vollgültigen Kon-kurrenten in der transatlantischen Fahrt neben den anderen Linienzu machen, und als dieses Mittel hat er sich in der Tat bewährt.
Ende des Jahres 1887 wurde je ein Schnelldampfer beidem Stettiner Vulcan und bei der Werft von Laird in Eng-land , je zum Preise von L 210 000,—, zur Ablieferung imFrühjahr 1889, bestellt, als erste Schnelldampfer mit Doppel-schrauben und dem in England neu aufgekommenen System des„künstlichen Zuges" für die Maschine. Dieses System wurdeBallin von seinem Freunde Wilding empfohlen, der sich auchin technischen Fragen häufig als freundlicher und wertvollerRatgeber erwies. Am die Mittel für diese und andere Bautenaufzubringen, beschloß die Generalversammlung vom 6 . Gktober1887 eine Kapitalerhöhung um 5 Millionen Mark und dieAusgabe von 6V4 Mill. Mark Prioritätsobligationen. Inder Erkenntnis, daß die Ausgestaltung des Dampferbetriebes. das erste Erfordernis sei, hatte Ballin von Beginn seinerTätigkeit an Alles darangesetzt, die Gesellschaft wieder zurRentabilität zu bringen, was ihm auch gelang. Für 1886wurde bereits wieder eine Dividende von Z Proz. verteilt unddamit die Möglichkeit einer Kapitalserhöhung geschaffen.