Druckschrift 
Albert Ballin / Bernhard Huldermann
Entstehung
Seite
45
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erheben, hingegen müßten diejenigen Linien, welche Diffe-renlialraten unter dem Normalpreis beanspruchen, die be-treffende Differenz, welche unter keinen Umständen Mk. zo,übersteigen darf, für eigene Rechnung tragen, d. h. sie hätten,wie alle anderen, an die Poolkassen den vollen Normalpreiszu entrichten."

Der Denkschrift war ein Gutachten eines amerika-nischen Eisenbahnfachmannes über den Poolgedankenbeigegeben. Dieses Gutachten geht von der Feststellung aus,daß es auch für den amerikanischen Jnlandverkehr besser seinwerde, wenn die Gzeanlinien vernünftige und stabile Ratenaufrechterhielten, die keiner Partei besondere Vorzüge ge-währten. Sie würden den amerikanischen Handel von demElement der Unsicherheit befreien, das durch die Schwankungender Raten hineingebracht werde und das dem legitimen Handelschädlich sei. Eine gemeinsame Verteilung des Schiffsraumsund der Einnahmen sei das beste Mittel zur Erreichung desZweckes. Auch die amerikanischen Eisenbahnen hätten nach zer-störenden Konkurrenzkämpfen kein besseres Mittel Zur Hebungder Wirtschaftlichkeit ihres Betriebes gefunden. Ihre Jentral-organisation umfasse jetzt etwa 40 Eisenbahnen, und sie ver-teile den Verkehr von mehr als 100 Ausgangspunkten nachebenso vielen Bestimmungsorten. Notwendig sei für Dampfer-linien: 1. eine Festsetzung der Raten und der Anteile der ein-zelnen Linien, 2. die Anerkennung von Unterschieden in demBeförderungsmittel durch gerechte Differentialraten, z. einSchiedsgericht zur Erledigung von Streitigkeiten daraus, 4. einZentralbureau für Statistik und Teilung des Verkehrs, Z. die