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Albert Ballin / Bernhard Huldermann
Entstehung
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gestellt werden sollte. Alsdann sollte sür je 1000 Tons Zu«wachs die betreffende Linie soviel Iwifthendecker als Anteilmehr erhalten, als in dem laufenden Zahre im Durchschnittvon allen Linien pro 1000 Tons befördert worden waren.

Diese sogenannte Tonnageklausel ist während der späterenLebensdauer des Pools nicht aufrechterhalten worden, sondernwieder abgeschafft, und zwar auf Antrag des NorddeutschenLloyd . Diese Abschaffung führte aber letzten Endes zu der letztengroßen Krisis, die der Pool durchgemacht hat infolge einerKündigung der Hamburg-Amerika Linie . Als diese daran ging,mit der Einstellung der drei großen Imperator-Dampfer ihrenIwischendecksraum außerordentlich stark zu vergrößern, bean-spruchte sie einen entsprechend höheren Anteil und kündigte,als diese Forderung am Widerspruch des Norddeutschen Lloyd scheiterte, den Pool. Die Folge dieser Kündigung, die dasganze transatlantische Iwischendecksgeschäft mit einer unge-heuren Krisis bedrohte, war dann die Verhandlung über dieSchaffung einer weitgehenden Interessengemeinschaft zwischender Bremer und der Hamburger Gesellschaft, eine Verhandlung,die infolge des Krieges zum Abbruch kam. Fast 25 Jahreaber hat der im Jahre 1886 vorgeschlagene, 1892 zustande ge-kommene Pool verhältnismäßig befriedigend gearbeitet, aller-dings gelegentlich unterbrochen, am einschneidendsten durch denKonkurrenzkampf mit der Cunard-Linie, der der Begründungdes sogenannten Morgantrustes im Jahre 190z folgte.

Zum Sekretär des Pools wurde der bisherige Leiter desPassagegeschäfts desNorddeutschenLloyd,H e inrichPeters,gewählt. Vielleicht hängt diese Wahl damit zusammen, daß